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Neues Forschungsgebäude für Bundesanstalt

Gemeinsamer Spatenstich

Und weg damit: Architekt Eckart Rhode, BBR-Präsidentin Petra Wesseler, PTB-Präsident Prof. Dr. Joachim Hermann Ullrich und BMWi-Abteilungsleiter Stefan Schnorr. (Foto: BS/Fieseler)
Und weg damit: Architekt Eckart Rhode, BBR-Präsidentin Petra Wesseler, PTB-Präsident Prof. Dr. Joachim Hermann Ullrich und BMWi-Abteilungsleiter Stefan Schnorr. (Foto: BS/Fieseler)
Der Bau eines neuen hochspezialisierten Forschungsgebäudes für die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) hat begonnen. Heute erfolgte der offizielle Spatenstich für den Walther-Meißner-Bau. (12.07.17)

"Der Name passt", sagte PTB-Präsident Prof. Dr. Joachim Hermann Ullrich vor dem symbolischen Akt. Der Namensgeber forschte 1927 selbst auf dem Gelände der damaligen Physikalisch-Technischen Reichsanstalt zu supraleitenden Elementen und deren Verhalten in einem Tieftemperaturlaboratorium Zugleich ist er Namensgeber des Meißner-Ochsenfeld-Effekts. Dieser Physikern auch heute noch bekannte Effekt ist das Kriterium für den Nachweis von Supraleitung.

Auf diesem Forschungsgebiet ist die PT auch heute noch international führend-. Ebenso auf der Herstellung von supraleitenden Quanteninterferenzdetektoren (SQUIDs), mit denen kleinste Magnetfelder gemessen werden können. Damit dies auch so bleibt, sind an das neue Forschungsgebäude besondere Anforderungen gestellt worden. Kernstück ist ein Laborbereich an den höchste Anforderungen an die Schwingungsfreiheit und die Temperaturkonstanz gestellt werden. Die Planung erfolgt als Pilotprojekt des Building Information Modeling (BIM) in 3D, berichtete Petra Wesseler, Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Eine meterdicke Bodenplatte dämpft mechanische Schwingungen, dazu kommt eine hinsichtlich Isolierung und Temperaturregelung maßgeschneiderte Gebäudezonierung, ergänzte Eckart Rhode, Inhaber des Architekturbüros Rhodecan aus Dresden, der als Sieger aus einem vorgeschalteten Architektenwettbewerb hervorging.

Das Gebäude ist Teil eines 2009 verabschiedeten Masterplanes für die Entwicklung der gesamten Liegenschaften der PTB, der bis 2035 umgesetzt werden soll. Das BBR hat dazu in einem Referat zwei zusätzliche Stellen erhalten, erläuterte Wesseler. Gemäß diesem Plan soll der 37 Mio. Euro teure Bau in drei Jahren abgeschlossen sein. "Wir schaffen das Projekt über die Ziellinie", so Wesseler."Spitzenforschung und Spitzendienstleistungen brauchen auch Spitzenbauten", schloss Ullrich im Beisein von Stefan Schnorr, Abteilungsleiter für Digital und Innovationspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

jf




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