Bund musste fast 24 Millionen Euro zur Absicherung von Fußballspielen aufwenden

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2002

Allein dem Bund sind in der vergangenen Fußballsaison zur Überwachung des Fanreiseverkehrs Personalkosten in Höhe von 23,62 Millionen Euro entstanden. Auf die erste Bundesliga entfielen 7,84 Millionen, auf die zweite Liga 5,68 Millionen. Der Rest fiel bei Drittliga- und Pokalpartien, bei Länderspielen sowie im Rahmen von Europapokal und Regionalligaspielen an.

Hinzukommen die Zulagenzahlungen für den Dienst zu ungünstigen Zeiten und Personalkosten für Einsätze zur Unterstützung der Länderpolizeien. Sie beliefen sich in der Saison 2016/2017 auf 4,1 Millionen Euro. Davon erstatteten die Länder dem Bund nur 110.000 Euro, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Deutschen Bundestag hervorgeht (Drucksache: 19/1541).

Auch die Arbeitsbelastung der eingesetzten Bundespolizisten war erheblich. So entfielen in der abgelaufenen Spielzeit allein 168.285 Einsatzstunden auf den Schutz von Erstligaspielen und 121.977 auf die Absicherung von Partien der zweiten Bundesliga. Ärgerlich für die Bundespolizei: Derzeit existiert für sie keine gesetzliche Grundlage, Kosten zur Absicherung von kommerziellen Großveranstaltungen gegenüber dem jeweiligen Veranstalter geltend zu machen.