Syrien-Krieg: Militärische Überlegenheit ausgespielt

0
302

Die französischen, britischen und US-Streitkräfte haben ihre operativ-technische Überlegenheit beim alliierten see- und luftgestützten Militärschlag gegen drei vermutete Chemiewaffen-Einrichtungen des Assad-Regimes ausgespielt: Nach Angaben des Pentagon waren insgesamt 105 Marschflugkörper von Plattformen im Persischen Golf, im Roten Meer und im östlichen Mittelmeer verschossen worden.

“Cruise Missiles” haben zwei große Vorteile: Erstens sind sie zielgenau und vermeiden damit möglichst zivile Kollateralschäden. Zweitens ist nach dem jeweiligen Start kein eigenes Personal mehr unmittelbar gefährdet.

Die französische Marine setzte dabei als Waffenträger eine Fregatte und fünf “Rafale”-Kampfflugzeuge ein. Zwar nutzt die Armée de l’air Stützpunkte in Abu Dhabi und Jordanien. Um die Gastländer nicht zu gefährden, flogen die “Rafale” jedoch ihre Einsätze von Frankreich aus. Vom britischen Stützpunkt Akrotiri auf Zypern aus starteten vier “Tornado GR.4” der Royal Air Force, gesichert von vier Eurofightern. Die meisten Plattformen setzten die Vereinigten Staaten ein: einen Kreuzer, zwei Zerstörer und ein U-Boot der US-Marine sowie zwei B-1-Bomber der US-Luftwaffe. Außerdem waren zahlreiche Unterstützungsflugzeuge in der Luft, u.a. zur Luftbetankung und zur elektronischen Kampfführung.

Generalleutnant Kenneth F. McKenzie (U.S. Marine Corps), Direktor des “Joint Staff” im Pentagon, erklärte dazu: “Keine unserer Flugzeuge oder Raketen wurden von der syrischen Luftverteidigung erfolgreich bekämpft.”