Serviceroboter im Bürgerbüro Ludwigsburg

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Als erste Kommune deutschlandweit setzt die Stadt Ludwigsburg in ihrem Bürgerbüro im Rathaus einen sprechenden Serviceroboter ein. Der digitale Helfer namens “L2B2” soll den Bürgern bei Behördengängen behilflich sein und die Mitarbeiter des Bürgerbüros entlasten. “Der Serviceroboter in unserem Bürgerbüro ist ein Beispiel, wie wir digitale Anwendungen im Alltag testen”, erklärt Oberbürgermeister Werner Spec.

Die rollende Maschine erhielt ihren Namen durch einen Wettbewerb, in Anlehnung an das Autokennzeichen der Stadt “LB” und den bekannten “Star Wars”-Roboter “R2D2”. “L2B2” begrüßt und verabschiedet die Einwohner im Bürgeramt und hilft ihnen bei verschiedenen Anliegen. Noch ist keine Spracherkennung installiert. Der Nutzer gibt über ein Touchpad sein Anliegen an und der Roboter begleitet ihn zum jeweiligen Raum – zumindest aber bis zur Treppe. Nach circa 18 Stunden ist der Akku vom Digital-Helfer aufgebraucht. Er ist Teil des Programms “Städte und Gemeinden 4.0 – Future Communities” des baden-württembergischen Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration, das der Förderung von kommunalen Digitalisierungsprojekten dient. Hierfür stehen rund 800.000 Euro an Fördersumme zur Verfügung.

“Die Landesregierung setzt ganz bewusst die Städte und Gemeinden ins Zentrum unserer Digitalisierungsoffensive “digital@bw”. Ludwigsburg zeigt mit dem Serviceroboter, dass die öffentliche Verwaltung ganz vorne mitspielen kann. Rathäuser, Landratsämter und Ministerien müssen offen sein für neue Technologien und diese gewinnbringend zum Wohle der Menschen einsetzen“, betont der CIO/CDO der Landesregierung, Ministerialdirektor Stefan Krebs, bei der Vorstellung des Roboters.

Weitere Projekte in Ludwigsburg

In einem Teil der Stadt soll bald das geförderte Projekt “Testfeld Parken 4.0” eingerichtet werden. Bürgern soll es damit ermöglicht werden, für den Einkauf, den Arztbesuch oder Behördengänge einen Parkplatz online zu reservieren und mit dem Auto dorthin gelotst zu werden. Das dritte vom Land geförderte Modellprojekt sind die “intelligenten Stadtmöbel”. Diese modernen Sitzgelegenheiten sind etwa mit einem W-Lan-Zugang ausgestattet oder können die Luftqualität messen. Die drei Projekte wurden mit insgesamt 106.000 Euro gefördert.