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Deutsche Gewässer erheblich belastet

In Deutschlands Gewässer, allen voran in Nord- und Ostsee, liegen auch mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges weiterhin zahlreiche Kampfmittel. Ihre Menge wird auf rund 1,6 Millionen Tonnen geschätzt. Allein in der Ostsee sollen etwa 174.000 Minen liegen. Das machte Uwe Wichert vom Bund-Länder Ausschuss Nord- und Ostsee deutlich.

Zudem würden die Kampfmittel immer gefährlicher, weil die enthaltenen Sprengstoffe im Zeitverlauf sensibler würden, die Korrosionsprozesse voranschritten und dadurch immer mehr chemische Stoffe in die Meere gelangten, warnte Jens Sternheim vom schleswig-holsteinischen Umweltministerium. Ähnlich äußerte sich Prof. Jens Greinert vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

Hinzu kommt, dass laut Wichert, der Mitglied im Expertenkreis Munition im Meer ist, verschiedene Karten zur Belastungssituation unterschiedlichen geodätischen Datums und differierende Systeme existierten. Diese müssten mühsam zusammengeführt werden. Damit einher gehe eine gewisse Fehlerquote bei der Lokalisierung von Kampfmitteln.
Darüber hinaus bringe die Bundeswehr auch heute noch Munition in die Meere ein, kritisierte Dr. Kim Detloff vom Naturschutzbund NABU. Er bemängelte insbesondere, dass es keine regionalen Auswertungen der durchgeführten Schießübungen sowie der dabei verwendeten Munitionstypen und -mengen gebe. Diese Informationen unterlägen zu oft der Geheimhaltung, so Detloff.

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