Messenger für Niedersachsen

0
1655

Künftig könnten zahlreiche Beschäftigte der niedersächsischen Landesverwaltung einen neuen Messengerdienst nutzen. Im Rahmen eines Pilotprojekts wird die Software zwar vorerst nur bei der Polizei erprobt. Sollte sie sich in den Polizeiinspektionen Celle und Hannover-Mitte sowie in der Zentralen Polizeidirektion bewähren, könnte das Programm “Niedersachsen-Messenger” (NIMes) aber überall im Öffentlichen Dienst zum Einsatz kommen.

Der Dienst, der von stashcat bereitgestellt wird, erlaubt den Versand von Text-, Bild, Video- und Audionachrichten sowohl über dienstliche als auch über private Endgeräte in einem geschlossenen Benutzerkreis. Damit können zunächst die Polizisten auch auf ihren privaten Endgeräten – sofern von ihnen gewünscht – dienstliche Kommunikation empfangen und ihren Kollegen Informationen übermitteln. Betrieben wird die “gekapselte” Applikation getrennt vom Betriebssystem und anderen Anwendungen. Die Fernadministration von NIMes obliegt dem zentralen IT-Dienstleister, IT-Niedersachsen.

Lücke wird geschlossen

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) sagte zu der App: “Das, was wir alle privat schon etwas länger als Standard auf dem Smartphone haben, gibt es mit NIMes jetzt auch für die außergewöhnlichen Bedürfnisse und hohen Anforderungen der Polizei.” Der Empfang und Versand von Texten oder Bildern fast in Echtzeit schließe eine wichtige Lücke in der Informationssteuerung bei den Einsatzkräften, so der Hannoveraner Ressortchef. So könnte etwa das Foto eines vermissten Kindes ohne großen Zeitverzug auch die Einsatzkräfte erreichen, die bisher noch kein dienstliches, mobiles Endgerät besäßen. “Damit stellen wir den Beamtinnen und Beamten eine legal nutzbare Anwendung auch für das private Handy zur Verfügung, so der Sozialdemokrat. Die Verschlüsselung der mithilfe von NIMes übermittelten Daten erfolgt im Ende-zu-Ende-Verfahren. Zudem existiert eine Zwei-Faktor-Authentifizierung.