Gas geben bei der Energiewende

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Die Gaswirtschaft stellt einen Stützpfeiler der Systemtransformation innerhalb der Energiewende dar, ist sich der Leiter des Berliner Büros des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW), Dr. Volker Bartsch, sicher.

Systemeffizienz setze zum einen auf Energieeffizienz, was für Strom spreche und zum anderen auf Flexibilität, was für Gas spreche. Deshalb müssten beide Infrastrukturen in einer Systemtransformation miteinander verbunden werden, denn “eine Infrastruktur allein wird nicht zukunftsfähig sein”, so Bartsch bei einem Fachgespräch des Energievereins im Rahmen der Berliner Energietage 2018.

Eine solche Transformation gelinge durch drei Wechsel. Zunächst den “Fuel-Switch”, also die Ablösung von Kohle beziehungsweise Erdöl durch Gase als Energieträger. Etwa durch die Ablösung von Diesel durch Wasserstoff könne im motorisierten Individualverkehr eine C0₂-Einsparung von 25 Prozent erfolgen, erläutert Bartsch. Die batteriebasierte Elektro-Mobilität wiederum verbrauche selbst CO₂-intensiven Strom.

Darüber hinaus spiele der “Content-Switch” eine wichtige Rolle. Dieser bedeute die Steigerung des Anteils von “grünem”, also erneuerbarem, Biogas im Vergleich zum fossilen Erdgas. Im dritten Schritt, dem “Modal-Switch”, solle dann die sektorenübergreifende Verbindung der Infrastrukturen erfolgen. Allerdings: “Es bedarf Netze und Speicher” für eine erfolgreiche Transformation, mahnt Bartsch an.