Papierlos: Umweltschonend und kostensparend

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Im Nordrhein-Westfälischen Meckenheim üben die 38 Ratsmitglieder ihre Funktion nun digital aus, um somit ressourceneffizienter zu arbeiten. Bis zu 13.000 Euro Einsparpotenzial soll es mit sich bringen. Auch wenn dies ein Best-Practice-Beispiel hinsichtlich der Digitalisierung darstellt, so besteht weiterhin Handlungsbedarf. Denn einzelne Insellösungen reichen nicht für die digitale Wende.

Der Umsetzung des Projektes ist ein einstimmiger Beschluss in der Ratssitzung im Dezember 2017 vorausgegangen, der eine Änderung der Geschäftsordnung mit sich zog. Die Ratsmitglieder verwenden nun ihre privaten Laptops und Tablets, auf die eine spezielle App installiert wurde. Sollte es finanziell für ein Ratsmitglied nicht möglich sein, so könne es von der Meckenheimer Verwaltung einen Zuschuss beantragen. Mit dieser Umstellung auf die App erweitert die Verwaltung ihr Ratsinformationssystem.

Drängende Projekte angehen!

Während die Stadt zeigt, dass digitale Projekte angestoßen und umgesetzt werden können, bleibt hinsichtlich der digitalen Wende noch einiges zu tun. Uwe Brandl, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), betont zwei große Herausforderungen, die die digitale Projekte ausbremsen. Eine Herausforderung betrifft die Konzeption, Organisation und Durchführung von Projekten. “Es fehlt an Know-how und Beratung”, so der Präsident. Kleinere Kommunen würden mehr damit kämpfen das notwendige Fachpersonal zu erhalten. Deshalb werde seitens des DStGB ein Kompetenzzentrum gefordert. Dies könnte den Kommunen helfen, eine Bestandsaufnahme zu machen und individuelle Pläne auszuarbeiten. Denn einen Masterplan für Digitalisierung existiere nicht. Daneben sei er wegen dem der Breitbandausbau besorgt, so der Brandl. Wenn die Versorgungslücken abseits der Ballungsräume geschlossen werden sollen, dann brauche es Kooperationen mit den Unternehmen und eine Politik die entbürokratisiert und Fördermöglichkeiten verbessere.