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DIN-Norm zur Ausstattung von Rettungswagen ist unzureichend

Angesichts der in den vergangenen Jahren gestiegenen Bedrohungslage in Deutschland und der nach Terroranschlägen auftretenden kriegsähnlichen Verletzungen sollte die Ausstattung der Rettungswagen modernisiert und angepasst werden. Die entsprechende DIN-Norm sei unzureichend, meint Sascha Reglin von der Berliner Feuerwehr.

So sollten auf den Fahrzeugen künftig unter anderem Nasal- und Wendeltubusse sowie Thoraxpflaster verfügbar sein. Ebenso brauche es spezielle Druckverbände für schwere Blutungen und Tourniquets. Reglin forderte auf der RETTmobil in Fulda: “Wir brauchen dringend eine Konsensfindung und eine Fachempfehlung für die Ausstattung der Rettungswagen.”

Dr. Raimund Lechner vom Bundeswehrkrankenhaus Ulm wiederum erläuterte die taktische Verwundetenversorgung und Medizin. Das erste Konzept hierzu habe es erst 1996 gegeben, erläuterte der Mediziner. Außerdem beschrieb Lechner drei Phasen der taktischen Medizin. Dies seien die Versorgung unter direkter Täterwirkung und Bedrohung, die Versorgung in unmittelbarer Nähe der Gefahr und die Versorgung während des Transports, also im sicheren Bereich.

Grundsätzlich unterstrich Lechner: “Militärische Erfahrungen und Algorithmen bilden die Grundlage der taktischen Medizin.” Sie sei ein Instrument zur Bewältigung besonderer Lagen und hänge in den Details von der jeweiligen taktischen Situation ab.

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