Hessen baut digitale Steuerfahndung aus

0
2065

“Steuerfahnder, die im Zuge ihrer Ermittlungen Aktenberge aus Privathäusern oder Unternehmen schleppen, werden wir in prominenten Einzelfällen sicherlich auch weiterhin in der Tagesschau sehen. Steuerkriminalität ist aber längst auch digital und wird dies in zunehmendem Maß sein. Das Sichern, Auslesen und Wiederherstellen von Daten auf Handys, Tablets und USB-Sticks ist deshalb zentrale Aufgabe auch der hessischen Steuerfahndung”, betonte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer.

Hessen will in den kommenden Jahren die Stellen in der IT-Forensik und der Netzadministration auf 50 verdoppeln und über zwei Millionen Euro für schnellere Netzwerkrechner und leistungsstarke forensische Software investieren. Die Verdopplung der Dienstposten soll innerhalb der kommenden drei Jahre erfolgen.

“Schon jetzt haben unsere Fahnderinnen und Fahnder einen exzellenten oder, je nach Sichtweise, gefürchteten Ruf. Ausruhen kann und möchte sich darauf aber niemand. Mit dem weiteren Ausbau der digitalen Steuerfahndung erhöhen wir die Zahl der Stellen auf über 300 und sorgen dafür, dass die Fahnder neben einer profunden Ausbildung auch in digitalen Zeiten die technischen Mittel an der Hand haben, um Kriminelle zu stellen”, sagte Hessens Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms.