3. Cybersicherheitsgipfel Hessen: Kernaufgabe IT-Sicherheit

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Die Investitionen in digitale Technologien steigen weltweit immer rasanter. “Aber sind wir bereit, auch mehr in IT-Sicherheit zu investieren?” Diese Frage stellte Hessens Innenminister Peter Beuth auf dem 3. Cybersicherheitsgipfel in Wiesbaden. Während zwar alle von den Vorteilen der Digitalisierung profitierten, dürfe man die berechtigten Sorgen der Bürger nicht außer Acht lassen. “IT-Sicherheit ist eine Kernaufgabe des Staates”, so Beuth. Dazu gehöre es auch, dafür zu sorgen, dass überall das selbe hohe Schutzniveau herrsche. “Wir können es uns nicht leisten, dass unterschiedlich viel in die IT-Sicherheit investiert wird”, sagte der Innenminister mit Blick auf die Länder.

Diese adressierte auch der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm. Das BSI sehe er als das zentrale Kompetenzzentrum für die IT-Sicherheit in Deutschland – Doppelstrukturen sollten unbedingt vermieden werden. “Es muss einen geben, der den Hut aufhat und auf den alle anderen zugreifen können”, so Schönbohm. Mit den Ländern wolle man intensiv zusammenarbeiten, unter anderem beim Austausch von Informationen zur Sicherheitslage. “Wir haben ein großes Interesse daran, dass starke Länder noch stärker werden”, versicherte der BSI-Präsident. Hessen ist eines der Länder, das mit dem BSI bereits eine engere Kooperation vereinbart hat.

Mit der Agenda Cybersicherheit@Hessen habe man wichtige Maßnahmen aber schon früh eingeleitet, erklärte Innenminister Beuth. Vor allem sei die Informationssicherheit in den Landesbehörden verbessert worden. Auch die Kommunen seien dabei berücksichtigt worden: “Beratungs- und Unterstützungsangebote im Rahmen des Kommunalen Dienstleistungszentrum Cybersicherheit erfreuen sich seit Beginn großer Beliebtheit.” Etwa die Hälfte der Kommunen habe bereits auf die kostenlosen Angebote zurückgegriffen, freute sich Beuth.

Einen wichtigen Schwerpunkt sieht der Innenminister in der Bekämpfung der Cyber-Kriminalität. Aber auch in anderen Deliktbereichen, würden Täter die Möglichkeiten des Netzes immer mehr für sich nutzen. Gebraucht werde eine “smarte Polizei”, die mit großen Datenmengen umgehen und geeignete Prognosen stellen könne. “Es kann nicht sein, dass die Polizei die nötigen Puzzlestücke, um ein Attentat zu verhindern, in ihren Datentöpfen hat, diese aber nicht schnell und effektiv zusammenführen kann”, betonte Beuth. “Deshalb haben wir der hessischen Polizei eine Analyseplattform beschafft, die eine effizientere Bekämpfung des islamistischen Terrorismus durch Datenmatching ermöglicht.”