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Start Digitales Start-ups: Unzufrieden mit der Politik

Start-ups: Unzufrieden mit der Politik

Die Start-ups in Deutschland sind frustriert mit der Politik. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die der Bitkom bei insgesamt 302 IT- und Internet-Start-ups in Deutschland durchgeführt hat. Obwohl die Politik bereits seit einiger Zeit Unterstützung verspricht, setzt sich offenbar das Gefühl durch, dass hinter Aussagen wie der im Koalitionsvertrag geplanten Arbeitsvereinfachung für Start-ups in Deutschland nicht viel Substanz steckt.

So sagen aktuell zwar knapp 9 von 10 Start-ups (89 Prozent), dass die Politik die Bedingungen für Start-ups in Deutschland entscheidend verbessern kann, gleichzeitig sehen aber fast genauso viele (86 Prozent) ein grundlegendes Verständnisdefizit für die konkreten Probleme von Start-ups. Entsprechend fordern knapp Drei Viertel, dass Start-ups möglichst große Freiräume ermöglicht werden sollten, ansonsten aber nicht zu viel reguliert werden solle. Laut Bitkom-Präsident Achim Berg leiden Start-ups nämlich vor allem “unter Überregulierung etwa in der Finanz- oder Gesundheitsbranche und übermäßig strenger Auslegung von Datenschutzvorgaben, die Entwicklungen im Bereich Datenanalyse und Künstlicher Intelligenz gerade mit Blick auf Wettbewerber aus den USA oder China beeinträchtigen”.

Aktuell geben nur noch weniger als die Hälfte aller Start-ups (44 Prozent) an, dass sich ihre eigene Situation in den vergangenen zwei Jahren verbessert habe – ein Einbruch von genau 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und auch der Koalitionsvertrag versprüht keine Aufbruchstimmung. Das Regierungspapier mit insgesamt 25 Einzelmaßnahmen zur Förderung und Unterstützung von Start-ups bekommt von den Gründern nur die Durchschnittsnote “ausreichend”. Zusätzlich glaubt nur ein kleiner Teil der Befragten daran, dass die Ankündigungen von Union und SPD auch tatsächlich realisiert werden. 79 Prozent rechnen dagegen damit, dass allenfalls ein begrenzter Teil der Maßnahmen tatsächlich umgesetzt wird, und acht Prozent gehen davon aus, dass gar nichts passieren wird. Diesem Pessimismus stehen gerade einmal sieben Prozent gegenüber, die denken, dass viele Maßnahmen den Weg in das Gesetzgebungsverfahren finden werden. “Das Vertrauen der Start-ups in die Politik schwindet. Es gibt nur ein Mittel, das zu ändern: Start-up-Politik nicht nur aufschreiben, sondern machen”, so Bitkom-Präsident Berg. “Von einer entschlossenen Start-up-Politik würden nicht nur Start-ups direkt profitieren, sondern indirekt auch alle deutschen Leitbranchen, die bei der Digitalisierung dringend das Tempo erhöhen müssen.”

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