Barrieren gemeinsam abbauen

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“Zusammenhalt und Teilhabe sind nicht einfach da. Sie entstehen, wenn man gemeinsam daran arbeitet.” Das betonte Prof. Matthias von Schwanenflügel in seiner Eröffnungsrede zum 2. Zukunftskongress Soziale Infrastrukturen, den der Behörden Spiegel mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Berlin durchführte. Die zentrale Herausforderung bestehe im Abbau von Barrieren, so der Leiter der Abteilung “Demografischer Wandel, Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege” im BMFSFJ weiter.

Deutlich machte von Schwanenflügel, dass es nicht nur um offensichtliche materielle Barrieren wie Treppenaufgänge ohne Fahrstühle oder Bordsteinkanten gehe. “Daneben gibt es unsichtbare Barrieren, die vielleicht nur in den Köpfen existieren.” Dazu gehörten Vorurteile, aber auch das Fehlen von Informationen und Ressourcen. Um Barrieren abzubauen, müsse man insbesondere die sozialen Infrastrukturen auf der lokalen Ebene in den Blick nehmen. Nötig seien vernetzte Einrichtungen vor Ort, die Zusammenhalt schaffen können.

Zusammenarbeiten, zusammen profitieren

Angesichts von Entwicklungen wie dem wachsenden Anteil älterer Menschen, erhöhtem Migrationsaufkommen und Landflucht, sei eine engere, auch ressort- und ebenenübergreifende Zusammenarbeit nötig. “Die Bundesregierung will strukturschwache Regionen unterstützen, um auf dem Land und in der Stadt, in Ost und West gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen.” Dabei sei der Bund aber auf die Zusammenarbeit mit vielen Partnern – Ländern, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden und zivilgesellschaftlichen Initiativen angewiesen.

“Wir alle profitieren letztlich, wenn die Menschen unabhängig von Alter, Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität und körperlicher und geistiger Gesundheit gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können”, stellte von Schwanenflügel klar. Der Zukunftskongress Soziale Infrastrukturen setze ein Zeichen und rege zur intensiven Diskussion über Herausforderungen und Hürden sowie über Lösungsstrategien und Best Practice-Beispiele an. “Der Behörden Spiegel entwirft eine Vision für eine barrierefreie Gesellschaft und legt zugleich den Finger in die Wunde”, so von Schwanenflügel.

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