Inklusion als kommunale Querschnittsaufgabe

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Die behindertengerechte und inklusive Ausgestaltung sozialer Räume ist ein dauerhafter Prozess, an dem sich verschiedene Akteure beteiligen müssen. Idealerweise sollte dieser Vorgang ämterübergreifend angegangen werden. Denn: “Inklusion ist eine kommunale Querschnittsaufgabe.”

Davon zeigte sich Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins, auf dem 2. Zukunftskongress Soziale Infrastrukturen des Behörden Spiegel in Berlin überzeugt. Zudem unterstrich er, dass der Abbau von Barrieren eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. Auf staatlicher Seite seien dabei insbesondere die Kommunen gefordert. Dabei dürften die Bürger jedoch keineswegs vergessen werden. Es komme entscheidend darauf an, die Menschen miteinzubeziehen und bei allen Projekten möglichst frühzeitig abzuholen, so Löher. Denn: Fehle es an Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit gefährde das den Zusammenhalt einer gesamten Gesellschaft.

Und: Bei fast jeder sozialpolitischen Diskussion hierzulande gehe es auch um Teilhabe und Inklusion. Aus diesem Grunde dürfe Inklusion nicht nur auf Menschen mit Behinderungen beschränkt werden. Auch die Bedürfnisse von Langzeitarbeitslosen und Migranten müssten in den Blick genommen werden, verlangte Löher. Grundsätzlich gelte jedenfalls: “Es geht nicht um die sozialen Systeme an sich, sondern um die Menschen darin.”