Geldwäsche: Fast 20.000 Fälle an Strafverfolgungsbehörden übermittelt

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Mitte vergangenen Jahres wechselte die “Financial Intelligence Unit” (FIU) zur Geldwäschebekämpfung vom Bundeskriminalamt (BKA) in die Generalzolldirektion (GZD) nach Bonn. Vonseiten der Polizeigewerkschaften, insbesondere des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), gab es damals Kritik am Umzug und an der Umwandlung von einer polizeilichen Stelle in eine administrative Zentralstelle.

Nun wurde bekannt, dass von Juni 2017 bis Ende April dieses Jahres bereits 19.874 Fälle von der FIU an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden übermittelt wurden. Darüber hinaus trafen die Mitarbeiter der Einheit in diesem Zeitraum 29 Sofortmaßnahmen gegen Geldwäsche, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Deutschen Bundestag hervorgeht (Drucksache: 19/2263).

Dieser ist zudem zu entnehmen, dass in der von den FIU-Kräften genutzten Software “goAML” Ende April 149.285 natürliche und juristische Personen gespeichert waren. Des Weiteren seien bis zu diesem Zeitpunkt 57.714 Meldungen bei der Einheit eingegangen. Alle seien bereits erstbewertet worden, 31.235 Vorgänge sogar bereits abschließend bearbeitet.

Derzeit seien die mit dem Haushalt 2017 100 ausgebrachten Planstellen für die FIU mit 101 Beschäftigten besetzt. Die für die zweite Ausbaustufe der Einheit noch in diesem Jahr vorgesehene Aufstockung auf insgesamt 165 Beschäftigte verlaufe planmäßig. Gleichwohl seien von der BKA-FIU keine Mitarbeiter in die GZD-FIU gewechselt. Insgesamt hätten die GZD-Verantwortlichen für die FIU einen Gesamtpersonalbedarf von 475 Beschäftigten errechnet, heißt es in dem Dokument.