Low-Code-Plattformen – der Schlüssel zur Digitalisierung

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Für die Entwicklung maßgeschneiderter Fachverfahren in Bundes- und Landesbehörden galt es lange als Königsweg, nur auf Java und Open Source und auf das V-Modell XT bzw. auf mehr oder weniger agile Standardvorgehensmodelle zu setzen. Mit dieser Art der Konsolidierung glaubte man, Kosten zu sparen und zugleich eine standardisierte hohe Qualität in der Softwareentwicklung zu erreichen. Tatsächlich erreicht hat man damit aber oftmals weder das eine noch das andere. Inzwischen öffnen sich deshalb immer mehr Bundes- und Landesbehörden für modernere Alternativen.

Eine solche Alternative sind sogenannte Low-Code-Plattformen, mit denen es im Vergleich zur klassischen Softwareentwicklung gelingt, Projektkosten und Projektlaufzeit typischer IT-Projekte auf einen Bruchteil zu reduzieren – einige Hersteller sprechen sogar von einem “Faktor 10”. Und nicht nur das: Softwarelösungen, die auf Low-Code basieren, ermöglichen ein bislang nicht gekanntes Maß an Flexibilität im agilen Entwicklungsprozess und in der späteren Pflege. Zudem ist es möglich, IT-affine Fachanwender besser, idealerweise mit “Design Thinking”-Methoden, in den Entwicklungsprozess einzubinden, was dazu beiträgt, dass weniger am realen Bedarf vorbei entwickelt wird.

Paradigmenwechsel in der Software-Entwicklung

Der US-amerikanische Analyst Forrester Research sieht Low-Code-Plattformen als eine der Schlüsseltechnologien für die künftige Digitalisierung aller Geschäftsprozesse an und prognostiziert bereits für 2020 ein Marktvolumen für derartige Produkte von mehr als 15 Milliarden Dollar jährlich. Low-Code steht dafür, Fachanwendungen mit einem absoluten Minimum an individueller Programmierung zu entwickeln. Die Anwendungssoftware wird aus vorgefertigten, standardisierten Funktionalitäten interaktiv am Bildschirm “zusammengeklickt”. Der Low-Code-Ansatz umfasst dabei alle Ebenen der Softwareentwicklung: Datenbasis, Anwendungslogik und Oberflächendesign – und nicht nur den interaktiven Teil der Anwendung, sondern auch Output- und Schnittstellengenerierung. Bei einigen Produkten ist sogar eine vollständige Integration von Kartendarstellungen und GIS-Funktionalitäten enthalten. Falls dann doch mal etwas individuell programmiert werden muss, setzen Low-Code-Plattformen auf niedrigschwelligen Programmcode, der bei Bedarf auch für Nicht-Informatiker lesbar und verständlich ist.

Grundsätzlich eignet sich der Ansatz sowohl für die Fachabteilungen, die sich kleine Anwendungen einfach mal selbst zusammenbauen wollen, als auch für ganz normale IT-Projekte, wie sie typischerweise von den IT-Abteilungen mit Unterstützung externer Dienstleister umgesetzt werden. Da Fachverfahrenslösungen fast immer individuell zugeschnitten sind, mit zu geringen Budgets entwickelt werden müssen und zudem flexibel an sich ändernde Bedingungen anpassbar sein sollen, sind Low-Code-Technologien fast überall eine sinnvolle Alternative.

Low-Code-Lösungen in der öffentlichen Verwaltung

In Bundes- und Landesbehörden haben Low-Code-Methoden längst Einzug gehalten. Allein die Berliner Firma Scopeland kann in diesem Bereich auf hunderte erfolgreich mit Low-Code umgesetzte Projekte verweisen. Die Einsparungen, die sich daraus für die öffentliche Hand ergeben haben, dürften mindestens in einem gut zweistelligen Millionenbereich liegen.
Bereits heute erreichen Anbieter wie Outsystems, Mendix und salesforce.com in den USA eine beachtliche Marktdurchdringung mit Cloud-basierten Low-Code-Lösungen. Es ist anzunehmen, dass sich nahezu jedes große Unternehmen und jede große Behörde in der nächsten Zeit eine Low-Code-Strategie zulegen muss. Für den öffentlichen Bereich geht es dabei darum, auf die richtigen Produkte zu setzen, wie etwa SCOPELAND, die in Deutschland führende Plattform, die auch finalen Java- oder .net-Code generieren kann und für den Einsatz in sicherheitsrelevanten On-Premise-Szenarien ausgelegt ist.

Scopeland Technology wird vom 18. bis 20. Juni 2018 beim Zukunftskongress “Staat & Verwaltung” in Berlin zum Thema “Low-Code-Plattformen als Schlüssel zur Digitalisierung von Fachverfahren” inklusive Live-Demo referieren und mit einem Stand vertreten sein.

Dieser Gastbeitrag stammt von Karsten Noack, Geschäftsführer der Scopeland Technology GmbH.

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