“Die Digitalisierung muss jetzt und heute gestaltet werden”

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Die erste eigene Bilanz der baden-württembergischen Landesregierung zur 2017 aufgelegten Digitalisierungsstrategie “digital@bw” fällt vielversprechend aus. “Mit dem ersten Digitalisierungsbericht von digital@bw zeigen wir, dass wir als Landesregierung die Herausforderungen des digitalen Wandels konkret, zügig und kraftvoll angehen. Die Digitalisierung soll schließlich nicht irgendwann, sondern jetzt und heute gestaltet werden. Das müssen wir aber auch, wenn wir im internationalen Wettbewerb vorne mit dabei sein wollen”, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Vorstellung des Berichtes in Stuttgart.

Das Land hatte im vergangenen November einige Leuchtturmprojekte definiert, die mit besonderer Dringlichkeit angegangen werden sollten. Ein halbes Jahr später hat sich laut Digitalisierungsminister Thomas Strobl viel getan: “Die ersten Projekte sind in der praktischen Umsetzung und können von den Menschen im Land konkret genutzt werden”. Der Bericht soll laut Landesregierung einen Stand zur Umsetzung der Digitalisierungsprojekte aller Ressorts geben, unterteilt sich aber zur besseren Übersicht in die drei Hauptbereiche Digitale Gesundheit, Unterstützung des Mittelstandes bei der digitalen Transformation sowie Künstlicher Intelligenz (KI), wie Strobl erklärt: “Wir gestalten den digitalen Wandel mit konkreten Projekten – und zwar dort, wo wir die Lebensqualität der Menschen verbessern können. Das gilt beispielsweise für die Gesundheit oder für die Bewältigung des digitalen Strukturwandels durch die Unternehmen in unserem Land, denn dort sind wir starken Veränderungen unterworfen. Ebenso konzentrieren wir uns auf Schlüsselthemen wie die Künstliche Intelligenz, bei denen wir trotz starker internationaler Konkurrenz die Nase vorne haben wollen”, sagte Digitalisierungsminister Thomas Strobl.

In allen drei Bereichen sieht sich das Land mit einer zügigen Gesetzgebung in Richtung der digitalen Zukunft in einer Vorreiterrolle für die Bundesrepublik. So habe man im Gesundheitswesen als erstes Land das Fernbehandlungsverbot gelockert und so den Weg für erste Modellprojekte freigemacht. Für den Mittelstand werden Digitalisierungsprämien ausgelobt und regionale Digital Hubs eingerichtet. Und beim Thema KI fördert das Land die Forschung mit mehr als 100 Millionen Euro für verschiedene Projekte. So will Ministerpräsident Winfried Kretschmann die lokale Wirtschaft wieder an die Innovationsspitze bringen: “Der Innovationscampus Cyber Valley macht Baden-Württemberg zum Hotspot für die Erforschung von Künstlicher Intelligenz und Maschinellen Lernens. Wir stärken damit eine Schlüsselkompetenz für die Zukunft des Landes. Denn Intelligente Systeme werden in Zukunft in immer mehr Bereichen des Lebens wichtig: in autonomen Fahrzeugen, als Haushaltshilfe im Alltag oder auch zum Beispiel in winzigen Robotern, die im menschlichen Körper Krankheiten diagnostizieren und bekämpfen”.

Die Bilanz der Digitalisierungsstrategie digital@bw ist unter anderem auch ein zentraler Bestandteil des Fachkongresses Baden-Württemberg 4.0, der am 3. Juli in Stuttgart stattfindet.

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