Ohne Smart City wird es chaotisch

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“Im Jahr 2050 werden zwei Milliarden Menschen mehr in städtischen Gebieten leben als 2016”, erläutert Prof. Dr. Ina Schieferdecker, Institutsleiterin vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme Fokus. Damit die Überlastung verhindert werde, könnten die unterschiedlichen Systeme miteinander vernetzt werden. Open Data wäre ein wichtiger Schritt dazu.

Die Systeme in einer Stadt umfassen die Umwelt, die Gesellschaft, die Mobilität, die Wirtschaft und die Lebensqualität. All diese generieren Daten und könnten mittels Daten optimiert werden. Deshalb brauche es eGovernment sowie Open Government, so die Professorin, um eine Vernetzung voranzutreiben und Synergieeffekte zu nutzen. ”

Auch wenn über 200 Definitionen von Smart City existieren, so basieren sie alle darauf, dass ein digitales Netzwerk entsteht”, erläutert sie auf der Cebit 2018. Dann könnten Ideen wie intelligente Parkhilfen, Beleuchtungssysteme und virtuelle Kraftwerke umgesetzt werden. Der Schlüssel dabei seien die städtischen Datenplattformen. Wobei eine Öffnung der Daten die Möglichkeit mit sich bringe, dass zum einen technische Vielfältigkeit entstünde. Wodurch, auch wenn eine bestimmte Software oder Systeme ausfallen, es Ausweichsoftware und -technik gebe. Zum anderen werde die Resilienz gefördert. Denn wenn alle Daten transparent gemacht würden, dann könnten diese besser überprüft und nachvollzogen werden. Dies führe dann zu mehr Kontrolle und Ausbesserungsmöglichkeiten bei Fehlern in den Systemen. Jedoch müsse die Regierung hierfür die rechtlichen Rahmenbedingungen und Weichen stellen.

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