Analyseeinheit gegen hybride Bedrohungen soll ausgebaut werden

0
698

Die Europäische Kommission will ihre Auswerteeinheit für hybride Bedrohungen verstärken. Hinzukommen sollen Experten für den Umgang mit CBRN-Stoffen sowie für Spionageabwehr und Cyber-Sicherheit. Die Einheit besteht bereits seit 2016 und ist beim Auswärtigen Dienst der Europäischen Union angesiedelt.

Darüber hinaus soll eine sichere Online-Plattform zur Desinformation eingerichtet und die Ausbildung von Spezialisten zur Abwehr von Attacken aus dem digitalen Raum koordiniert werden. Bis Jahresende ist zudem die Erarbeitung einer Liste chemischer Stoffe geplant, die in der Hand von Terroristen eine Gefahr darstellen würden. Anschließend ist ein Dialog mit der Wirtschaft über die Frage vorgesehen, wie die Proliferation solcher Stoffe an Terroristen und Kriminelle verhindert werden kann. Der für die Sicherheitsunion zuständige EU-Kommissar, Sir Julian King, sagte: “Der Anschlag von Salisbury hat uns deutlich vor Augen geführt, dass die Bedrohung durch chemische, biologische, radiologische und nukleare Risiken sehr real ist.”