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“Das Blatt hat sich gewendet”

Lange Zeit habe es wenige Gespräche zwischen der Nato und der EU gegeben beziehungsweise wurde das Thema “Mittel für den Zivilschutz” oft vernachlässigt, monierte der Staatssekretär aus dem rumänischen Innenministerium, Raed Arafat. Doch seit 2016 habe sich das geändert.

Die klassische Aufteilung, die viele im Kopf hätten, mit der EU als Zivilschutzeinheit und der Nato als militärischer sollte in Zusammenarbeit münden, forderte Arafat. Etwa bei der Ebola-Bekämpfung habe die Nato eine wichtige Rolle gespielt. “Das ist die Zukunft”, betonte der Staatssekretär. Denn die Resilienz einer Gesellschaft sei eine Kombination aus ziviler Vorbereitung und militärischer Kapazität.

Gerade bei Themen wie Patientenverlagerungen oder Übungen zu Massenevakuierungen könne es einen Mehrwert generieren, wenn Ressourcen und Leitlinien gemeinsam genutzt würden. Wie etwa im letzten Jahr, als, untypisch für Rumänien, unerwarteterweise fünf Waldbrände entstanden. Die Berliner Feuerwehr half mit Expertise, so Arafat. Oder als Rumänien eine Patientenverlagerung nach Großbritannien und Norwegen organisieren musste und dies über den Nato-Luftwaffenstützpunkt “Pápa” in Ungarn organisieren konnte. Jedes Mitgliedsland hat eine bestimmte Stundenanzahl, die es sich dort aufhalten darf. Arafats Vorschlag ist, dass zukünftig ein Land “seine” Stunden an andere abgeben können sollte.

Gemeinsame Übungen, auch ohne Ankündigung, wie “earthquake 2016”, könnten helfen, darauf aufbauend Interventionskonzepte für Erdbeben zu entwickeln. Daneben gebe es auch die Möglichkeit virtueller Übungen. Diese füllten “die Lücke zwischen Planübungen und Feldübungen”, meinte Arafat.

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