Digitalisierte Landstreitkräfte: Bestmögliche Kampfwertsteigerungen

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Die zentrale Aufgabe der aktuell stattfindenden Digitalisierung von Streitkräften sei es, deren “Kampfwert bestmöglich zu steigern”, so General a. D. Rainer Schuwirth, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT), gestern auf einer ihrer Veranstaltungen in Bonn. Noch deutlicher auf den Punkt brachte diesen Aspekt Generalleutnant Frank Leidenberger bei derselben Konferenz: Zweck der militärischen Digitalisierung sei letztlich, “siegfähige Streitkräfte bereitzustellen”.

Doch diese “Digitalisierung wird Geld kosten”, so General Leidenberger weiter in seiner Keynote. Der Kommandeur Deutsche Anteile Multinationale Korps/Militärische Grundorganisation im Kommando Heer verwies darauf, dass Deutschland im kommenden Jahr als Rahmennation die Verantwortung für die neue schnelle Eingreiftruppe der NATO, die “Very High Readiness Joint Task Force” (VJTF), übernehmen wird.

Zentrale Bedeutung komme dabei u. a. der “digitalen Resilienz”, d. h. dem Schutz der eigenen Vernetzung, zu. “Was wir tun, tun auch andere”, so der Heeresgeneral. Vielleicht hat sich unbemerkt ein “Cyber-9/11” schon ereignet? In jedem Fall werde die Digitalisierung “die Art, wie wir kämpfen, dramatisch verändern”.

General Leidenberger erwähnte in diesem Zusammenhang natürlich die drei Thesenpapiere des Kommandos Herr aus 2017/2018 (von I. “Wie kämpfen Landstreitkräfte künftig?” bis III. “Rüstung digitalisierter Landstreitkräfte”). Die auf digitalisierten Daten basierende Führungsfähigkeit solle einen “signifikanten Vorteil bei der Operationsführung” bewirken.