Schulung, Schulung und nochmals Schulung?

0
1586
Dr. Christos Charatsis, von der gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission für nukleare Überwachung, spricht über die rechtlichen Problematiken eine einheitliche Exportkontrolle zu implementieren. (Foto: BS/Dombrowsky)

“Die Exportkontrolle in der EU ist ein kompliziertes System. Welches einen allgemeinen rechtlichen Rahmen besitzt, aber die Länder trotzdem sehr autonom darin agieren können”, sagte Dr. Christos Charatsis, von der gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission für nukleare Überwachung auf dem Europäischen Katastrophenschutzkongress 2018. Aber die Rahmenbedingungen reichen nicht aus.

Exportkontrolle in der heutigen Diskussion drehe sich intern vielmehr um Prävention und Reaktion. Obwohl die Exportkontrolle sehr viele Bereiche umfasse: Nicht nur chemische, nukleare oder biologische Produkte, sondern auch Ausrüstung von der Luft- oder Schifffahrt, sowie Computer seien ein Teil davon. Insbesondere jene Güter, die nicht nur für gesellschaftlich oder wirtschaftliche Zwecke friedvoll genutzt werden könnten, stehen dabei im Fokus. Auch Wissen sei gefährlich, vor allem wenn es unbedacht geteilt werde. “Jede Form der Technik oder Wissen kann auch zweckentfremdet werden. Deshalb ist Kontrolle und Sensibilisierung der Wissenschaft so wichtig”, ergänzt Lela Bakandize, technische Assistentin im Regionalsekretariat Zentralasien.

Aber wenn jemand etwas schmuggeln möchte, dann werde er es auch versuchen, betont sie. In ihrem Herkunftsland Georgien habe es sich deshalb als effektiv erwiesen, den Zoll, die Kunden und möglichst viele Akteure zu schulen. “Damit diese wissen, womit sie dort umgehen und wie sie damit umzugehen haben”, gibt Bakandize Einblicke in die georgische Arbeit.