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DWD und BSH profitieren gegenseitig von Synergien

Ihre Behörden arbeiten in zahlreichen Bereichen zusammen. Das unterstreichen sowohl Prof. Gerhard Adrian als auch Monika Breuch-Moritz. Die Rede ist vom Deutschen Wetterdienst (DWD) und dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Sie tauschen untereinander Daten aus und lassen diese dann in ihre jeweiligen Dienstleistungen einfließen. Und auch bei Warnungen zu meerbedingten Gefahren existieren erhebliche Synergien.

Breuch-Moritz sagt: “Unsere Warndienste stützen sich auf DWD-Modelle. Außerdem fließen meteorologische Daten vermehrt in elektronische Seekarten ein.” Des Weiteren kooperiere man in den Bereichen Klimatologie und Klimaforschung. “Wir betreiben gemeinsam Messstationen und auf unseren Schiffen fahren gelegentlich auch Kollegen und Kolleginnen des DWD mit.”

Adrian ergänzt: “Heutzutage sind Meteorologie und Ozeanografie eng miteinander verknüpft. Das gilt auch für die Koppelung von Wind- und Wasserstandsvorhersage.” Darüber hinaus erhalte seine Behörde vom BSH Daten zur Eiskartierung und berate im Gegenzug dessen Schiffe. Das gelte etwa im Bereich spezieller Wettervorhersagen für durch das BSH durchzuführende Wracksuchen sowie für deutsche Forschungsschiffe. Auf einem von diesen, der “Polarstern” würden sogar ein DWD-Bordmeteorologe und ein -Wettertechniker mitfahren. Sie seien unter anderem für die Flugwetterberatung des bordeigenen Hubschraubers verantwortlich. “Auch bei Dienstleistungen für Betreiber von Offshore-Windparks gibt es große Überschneidungen zwischen meiner Behörde und dem BSH”, fügt Adrian hinzu.

Auf Daten angewiesen

Im Gegensatz zum BSH, das in der ausschließlichen Wirtschaftszone unter anderem Bau-, Raumordnungs- und Umweltbehörde ist und über entsprechende Kontroll- und Untersagungsrechte verfügt, ist der DWD keine klassische Eingriffsbehörde. “Wir geben nur Empfehlungen heraus, etwa im Bereich des Luftverkehrs, ohne eine Beratung durch uns hebt in Deutschland kein Verkehrsflugzeug ab. Wir erstellen aber auch unter anderem Seegangsvorhersagen“, sagt der DWD-Präsident.

Breuch-Moritz betont: “Bei der Freigabe der Bauarbeiten von Offshore-Anlagen stützen wir uns oftmals auf DWD-Daten.” Der DWD halte die jeweiligen Parameter ja ohnehin vor. Dazu meint Adrian: “Das können zum Beispiel Angaben zur Windlast sein.”

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