Der Mitarbeiter – die Schlüsselfigur

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Jürgen Fritsche aus der Geschäftsleitung von Public Sector msg systems erörtert, wie wichtig die Mitarbeiter für das Gelingen der Digitalisierung der Verwaltung sind und wie die Führung diese mitnehmen könnte. (Foto: BS/Bednarski)

“Die Bundesregierung verfolgt nicht wirklich eine Digitalisierungsstrategie, aber nur weil diese es nicht tut, müssen die Bundesländer und ihre Kommunen sich daran kein Beispiel nehmen. Wenn der Chef nicht loslegt, nehmen sie es selbst in die Hand”, betont Jürgen Fritsche aus der Geschäftsleitung von Public Sector msg systems. Worauf es dabei ankomme, erläuterte er ebenso.

Er möchte einen Kontrapunkt setzen und erläutert dies anhand der Einführung des Autos: “Das Auto war eine tolle Innovation, aber es durchdrang den Markt anfangs nicht. Denn die notwendige Infrastruktur fehlte.” Eine Idee reiche somit nicht und resultiere nicht gleich in eine Innovation. “Es braucht für Innovationen nicht immer eine ganz neue Technik. Es existieren unterschiedliche Innovationstypen und auch Dienstleistungsinnovationen sind wichtig. Diese bieten sich für die Verwaltungen an”, sagte Fritsche auf dem Kongress Baden-Württemberg 4.0.

Acht Schritte

Es würden acht wichtige Schritte benötigt, um Veränderungen in der Verwaltung und in einem Unternehmen hervorzurufen: Zum einen braucht es das Dringlichkeitsgefühl, dieses müsse von dem Bürgermeister nach unten getragen werden. Dann brauche es eine Führungskoalition. “Was machen andere Kommunen? Wo können wir miteinander kooperieren? Wo sind gemeinsame Ziele?”, wirft Fritsche die wichtigen Fragen auf. Auf der Basis müsse dann eine gemeinsame Vision und Strategie entwickelt werden, diese wiederum müsse mit Begeisterung und überzeugend den Mitarbeitern vermittelt werden. “Da die Mitarbeiter die Schlüsselfiguren sind, müssen sie diese danach befähigen, mitzumachen und mitzuhelfen”, betont er den Keyfaktor einer Digitalisierung. Dann brauche es schnelle Erfolge, diese würden dann konsolidiert und weitere Veränderungen danach angegangen. “Schließlich verankern sie damit eine Kultur der Veränderungen und der Innovation”, so sein Fazit.