Digitalisierungsagenda der Stadt Ludwigsburg

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Kai Petersen, Geschäftsführer der interkommunalen Vergleichs-Systeme (IKVS), und Ulrich Kiedaisch, Stadtkämmerer der Stadt Ludwigsburg, erläutern den interaktiven Haushalt von der Stadt Ludwigsburg als eines der digitalen Projekte von deren Agenda. (v.l.n.r.) (Foto: BS/Bednarski)

“Wir haben vor zehn Jahren begonnen, ein Stadtentwicklungskonzept zu entwickeln. Wobei wir gemeinsam mit den Bürgern eine Vision aufbauen wollten”, eröffnet Ulrich Kiedaisch, Stadtkämmerer der Stadt Ludwigsburg. Darauf aufbauend, sei die Digitale Agenda der Stadt entstanden, die mittels eines interaktiven Haushaltsplans auch die Transparenz fördern möchte.

Bisher umfasst die digitale Agenda verschiedene Bausteine. “Implementiert davon haben wir unter anderem die digitale Ratsarbeit. Also die Ratsherren erhalten alle notwendigen Unterlagen nun in elektronischer Form, mit fünf Ausnahmen von 40”, fuhr Kiedaisch fort. Hinzukommen solle noch ein Dokumentenmanagement-System, aktuell werde die E-Rechnung eingeführt und der gesamte Prozess der Verkehrssteuerung solle ebenso mittels Bundesförderung digitalisiert werden. Daneben besitzt die Stadt eine Kuriosität. Vor kurzem hat sie den Roboter L2B2 als Hilfe für die Verwaltung eingeführt, der die Bürger zu den jeweiligen Fachabteilungen hinführt. “Aber dies hat mehr Symbolcharakter. Es soll zeigen, dass sich in der Verwaltung etwas ändern kann. Trotzdem optimieren wir L2B2 stetig”, sagte der Stadtkämmerer.

Außerdem habe er eine Wunschvorstellung, die aber wahrscheinlich erst sein Nachfolger realisieren werde: “Es müsste ein System geben, in welches alle Ämter der Stadtverwaltung ihre Daten einspeisen und auf deren Basis per Knopfdruck ein Haushaltsplan generiert wird.”

Interaktiver Haushalt

Einen Schritt in die digitale Haushaltsführung hat die Stadt bereits getan. “Kommunale Haushalte beinhalten oftmals dicke Papierschwarten”, so Kai Petersen, Geschäftsführer der interkommunalen Vergleichs-Systeme (IKVS). Deshalb besitzt die Stadt Ludwigsburg einen interaktiven Haushalt. “Der interaktive Haushaltsplan ist ein Mosaik aus der interaktiven Finanzsteuerung und eine rein webbasierte Lösung, also ohne zusätzliche Software nutzbar”, erläutert er. Innerhalb von einer Woche sei es einsetzbar und die einzige Zugangsvoraussetzung sei eine Internetverbindung. “Online besitzen sie dann die Möglichkeit verschiedene Daten grafisch abzubilden, die Nutzer können übersichtlich immer tiefer in den Haushaltsplan und in die jeweiligen Bereiche abtauchen.” Die Lösung entspreche dabei den europäischen Datenschutz und der Datensicherheit.