Eine Strategie für das digitale NRW

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Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat eine Digitalstrategie vorgelegt, die sich der weiteren digitalen Entwicklung flexibel anpassen können soll. (Foto: Andreas Lischka/CC BY 2.0/www.flickr.com)

Der nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart hat heute einen Entwurf der Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen vorgelegt: „Die Digitalisierung ist eine der größten Gestaltungsaufgaben unserer Zeit. Wenn wir sie richtig angehen, bietet sie große Chancen, unser Land zu modernisieren und den Menschen durch Teilhabe an diesem Prozess neue Möglichkeiten zu eröffnen”. So will der Minister eine effiziente und klimaschonende Mobilität, eine zukunftsfähige und auf die Ansprüche des Individuums eingerichtete Arbeitswelt sowie eine medizinische Versorgung erreichen, die so weit möglich auch auf digitalem Wege nutzbar sein kann.

Laut Pinkwart ist sich die Landesregierung ihrer Verantwortung dafür bewusst, auf diesem Weg alle Menschen mitzunehmen. So sehe man in Düsseldorf “die ethisch-rechtlichen Fragen genauso wie die sozio-kulturellen, ökonomischen und wissenschaftlich-technischen Entwicklungen. Die Digitalstrategie soll uns als Landesregierung Orientierung geben und dabei helfen, uns auf jene Felder zu konzentrieren, in denen wir für Nordrhein-Westfalen am meisten erreichen können.” Gleichzeitig beschreibt der Digitalminister die aktuelle Entwicklung als hochdynamischen Prozess, weswegen die Strategie ebenso dynamisch anpassbar sein müsse: “Deshalb werden wir sich schnell entwickelnde Zukunftsthemen, wie Künstliche Intelligenz, Autonomes Fahren oder die Anwendung der Blockchain-Technologie einbeziehen und unsere Strategie im Laufe der Legislaturperiode fortschreiben.“

Für den Bürger am stärksten spürbar sind Veränderungen in den Bereichen Wirtschaft und Arbeit, Bildung, Mobilität, Gesundheit sowie Energie, Klima und Umwelt. Dazu sollen die Rahmenbedingungen für Start-ups verbessert und gleichzeitig die Forschung vorangebracht werden. So plane man beispielsweise die Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Künstliche Intelligenz sowie die Gründung eines Blockchain-Instituts in NRW. Als Themen mit Schnittstellencharakter kommen zudem die Digitalisierung der Verwaltung, die digitale Infrastruktur sowie Datenrechte mit Datenschutz und -sicherheit hinzu.

Der Strategieentwurf soll nun in eine Phase der Beteiligung gehen und die Landesbürger sollen gemeinsam mit Experten und Stakeholdern die Möglichkeit erhalten, Feedback und Ideen zur Strategie einzubringen.

Neben einer moderierten Online-Beteiligung wird es dazu auch verschiedene Veranstaltungen und eine zentrale Konferenz im Oktober geben. Bis zum Jahresende werden die Rückmeldungen ausgewertet und fließen dann in eine finale Fassung der Strategie ein, die das Kabinett beschließen wird. Mit Blick auf die Dynamik des Themas sei die Beteiligung damit aber nicht abgeschlossen. Stattdessen solle sie kontinuierlich weitergeführt werden.