BSI vergibt erstes Zertifikat nach IT-Grundschutz-Kompendium

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in dieser Woche das erste Zertifikat auf Basis des neu erarbeiteten IT-Grundschutz-Kompendiums vergeben. Mit dem neuen Prüfsiegel für IT-Sicherheit wurde das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ) ausgezeichnet, nachdem es sich einer ausgiebigen Überprüfung nicht nur über den sicheren Betrieb der Standard-Arbeitsplätze der Berliner Verwaltung und der Umsetzung des Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) des ITDZ Berlin, sondern auch der IKT-Basisdienste unterzog.

Zu diesen Basisdiensten zählen unter anderem die Netzwerktechnik zur verschlüsselten Kommunikation insbesondere über das Berliner Landesnetz, die Anbindung an Fremdnetze sowie die private Cloud-Infrastruktur, die Rechenzentren und Dienstgebäude des ITDZ Berlin. Dabei wird das interne Fachverfahren LKG mit den notwendigen IT-Komponenten von Seiten des BSI als besonderes Beispiel für eine Anwendung mit hohem Schutzbedarf hervorgehoben. Die Infrastruktur des IT-Dienstleistungszentrum Berlin besteht laut eigenen Angaben aus einer “Highspeed-Datenautobahn” von insgesamt rund 1.000 km Länge, die unter der Hauptstadt verläuft, sowie zwei eigenen Rechenzentren, die ständig auf den neuesten Stand der Sicherheitstechnik aktualisiert werden.

Vertrauen durch sichere IT-Angebote
Zu der neuen Zertifizierung erklärte BSI-Präsident Arne Schönbohm: “Cyber-Sicherheit ist die Grundlage für das Vertrauen in die Dienstleistungen von Staat und Wirtschaft. Gerade Kommunen verarbeiten viele sensible Daten Ihrer Bürger, für die sie daher eine besondere Verantwortung tragen. Das BSI bietet mit dem IT-Grundschutz ein hervorragendes Instrument für Kommunen und ihre Dienstleister, ihre Informationssicherheit auf einem hohen Niveau zu etablieren. Auch die Allianz für Cyber-Sicherheit ist eine gute Anlaufstelle und kann diesen Prozess mit vielen weiteren hilfreichen Maßnahmen unterstützen.”

Neuer ISO-Standard 27001 als Basis
Das neue Zertifikat wird nach der Umsetzung von Informationssicherheitsmaßnahmen aufgrund des BSI-Standards 200-2 “IT-Grundschutz-Methodik” sowie des IT-Grundschutz-Kompendiums des BSI, Edition 2018 erteilt. Das Zertifikat auf Basis des Standards ISO 27001 bestätigt, dass der Informationsverbund des Dienstleistungsunternehmens durch die Anwendung des IT-Grundschutzes abgesichert wird. Zudem bestätigt das Zertifikat, dass die technischen und organisatorischen Anforderungen der IT-Grundschutz-Methodik erfolgreich umgesetzt wurden. Das IT-Grundschutz-Kompendium dient seit dem 1. Februar 2018 als Grundlage für Zertifizierungen nach ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz.