Kommentar: Quo vadis BWI?

0
412

Die BWI-Geschäftsleitung wollte was anderes als der Anteilseigner? Das habe sich (auseinander) “entwickelt”, heißt es. Dahinter steckt also mehr. Soll die BWI sich nun neben dem neuen OrgBereich CIR vermehrt um die Digitalisierung der Streitkräfte kümmern?

Dafür spricht, dass ein General in die BWI-Leitung berufen werden soll, der sich mit diesem Thema bereits beschäftigt hat. Das könnte bedeuten, dass für die BWI “Bundeswehr first” gilt und die Mehrheit der zivilen Bundesbehörden, die sich nach einem “Schönheitsvergleich” mit dem ITZBund für die BWI bei der IT-Konsolidierung des Bundes insgesamt entschieden hat, in die zweite oder dritte Reihe treten muss. Nicht nur hierdurch würde die IT-Konsolidierung des Bundes insgesamt ins Stocken geraten und zu einer ewigen Baustelle werden.

Entwicklungen, die seit der Auflösung des Staatssekretärs-Triumvirats Dr. Suder (ex-BMVg), Geißmann (früher BMF) und Vitt (BMI) vorhersehbar waren. Gut wäre es für die Digitalisierung der Streitkräfte, alle Kräfte zu bündeln, denn auch hier stockt es schon beim Start. Es muss schnell Klarheit her, in welchem Umfang die BWI der gesamten Bundesverwaltung zur Verfügung steht. Das überaus ehrgeizige Wachstumsvorhaben scheint damit nach langen Briefwechseln gestoppt. Nicht gut für die Hilfe, die etliche Bundesbehörden sich von der Firma (!) BWI erhofften.