Ein Jahr Einsatz von Jordanien aus

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Zwei Bundeswehr-"Tornados" neben einem Airbus A310 MRTT. (Foto: BS/Bundeswehr, Kevin Schrief)

Täglich starten die Besatzungen des Airbus A310 MRTT (“Multi Role Transport Tanker”) der deutschen Luftwaffe vom Stützpunkt im jordanischen Al-Asrak. Bei Tag und Nacht versorgt er die Flugzeuge der Koalitionspartner und eigene “Tornado”-Aufklärungsmaschinen im Rahmen der Operation “Counter Daesh” mit Treibstoff.

Seit 2014 bekämpfen die US-Streitkräfte die Terrormiliz des sog. “Islamischen Staates” (IS) in Syrien und im Irak. Nach den Terroranschlägen von Paris 2015 hat die Bundesregierung beschlossen, sich aus Solidarität mit Frankreich an dem multinationalen Militäreinsatz gegen den IS in Nahost zu beteiligen.

Vor ziemlich genau einem Jahr begann der Airbus-Tanker der Bundeswehr seinen Einsatzflugbetrieb vom Haschemitischen Königreich aus. Zuvor operierte die deutsche Luftwaffe vom türkischen NATO-Stützpunkt Incirlik aus. Wegen des Streits mit der Regierung in Ankara um Besuchsrechte für deutsche Parlamentarier wurde die Verlegung nach Jordanien beschlossen.

Von dort aus hat der A310 MRTT seither weit über 320 Flüge absolviert. Rechnet man die Einsätze von der Türkei aus mit, so kommt man auf insgesamt knapp 800 Starts und Landungen. Das ergibt in der Summe rund 3.800 Flugstunden. In jener Zeit wurden mehr als 4.200 Kampfjets der Koalition mit fast 17.400 Tonnen Kerosin versorgt – das entspricht rund 22 Millionen Litern. Bei Geschwindigkeiten von bis zu 500 km/h müssen die “Tornados” dabei auf etwa 22 Meter an das Tankflugzeug heranfliegen