Millionen-Auftrag für “Fieldguard”-Systeme

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Der Düsseldorfer Konzern Rheinmetall AG hat mit seinem Schweizer Tochterunternehmen Rheinmetall Air Defence AG mit Sitz in Zürich einen Auftrag zur Lieferung von “Fieldguard 3”-Vermessungssystemen an zwei internationale Kunden erhalten. “Fieldguard” ist ein aktives Feuerleitsystem, das anhand spezieller Sensoren die Flugbahn von Geschossen vermisst, um eine möglichst präzise Zielbekämpfung zu gewährleisten.

Ein Kundenland erweitert seine bereits vorhandenen Kapazitäten um drei Systeme, eine andere Nation hat als Neukunde zunächst ein Einzelsystem bestellt. Rheinmetall ist in dieser Konstellation Zulieferer für den brasilianischen Hauptauftragnehmer Avibras. Der Vertrag über diese insgesamt vier Systeme und die dazugehörigen Ersatzteile hat ein Volumen von 20 Millionen Euro. Die Auslieferung der Systeme soll bis Ende des kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Das Programm wurde in Partnerschaft mit der brasilianischen Avibras Indústria Aeroespacial S/A aufgenommen, um das Mehrfachraketenartilleriesystem (engl. MLRS) “ASTROS 2020” (Artillery Saturation Rocket System) beziehungsweise “ASTROS III” zu realisieren. Diese ASTROS-Version der nächsten Generation basiert auf einem 8×8 Rad-Chassis, um mehr Gewicht tragen zu können als ASTROS II. Avibras hat seinen Firmensitz in São José dos Campos im Bundesstaat São Paulo.

Das Vermessungssystem “Fieldguard 3” kann eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern abdecken. Rheinmetall und Avibras sehen nach eigenem Bekunden für dieses Feuerleitsystem weiteres Aufwuchspotenzial in unterschiedlichen Kundenländern, insbesondere im asiatischen und arabischen Raum.