Earth Overshoot Day

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Am 1. August ist das weltweite Guthaben an natürlichen Ressourcen für dieses Jahr verbraucht. So früh im Jahr überstieg die menschliche Nachfrage das Angebot und die Kapazität der Erde zur Reproduktion der Ressourcen noch nie. Die Berechnung des Datums erfolgt, indem der globale ökologische Fußabdruck in ein Verhältnis zur gesamten globalen Biokapazität gesetzt wird.

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller zum “Weltüberlastungstag”: “Wir brauchen ein radikales Umdenken, um die Ausbeutung der Naturressourcen zu stoppen. Saubere Luft, sauberes Wasser, fruchtbare Böden, ein stabiles Klima, Artenvielfalt – davon hängt das Überleben der Menschheit ab. Weltweit sind bereits 90 Prozent aller Fischbestände bis an die Grenze der Nachhaltigkeit ausgebeutet oder überfischt. Und jedes Jahr werden auf der Erde 7,6 Millionen Hektar Wald zerstört, das entspricht der Fläche Bayerns. Der Erdüberlastungstag zeigt in aller Deutlichkeit: Wir verbrauchen von allem zu viel! Wir leben immer stärker auf Kosten unseres Planeten, unserer Kinder und Enkelkinder und der Menschen in Entwicklungsländern. Würden alle Menschen unsere Konsummuster übernehmen, bräuchten wir mehr als drei Erden. Deswegen müssen wir jetzt drei Trendwenden einleiten: Ein neues Wachstumsverständnis, eine Wirtschaft, die in Kreisläufen denkt, und ein konsequentes Umsteuern auf erneuerbare Energie. Das ist Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung – und zugleich eine Frage der globalen Gerechtigkeit!”

Der “Earth Overshoot Day” wird jedes Jahr durch die Forschergruppe Global Footprint Network errechnet. Der Vorsitzender des Netzwerks, Dr. Mathis Wackernagel, betont: „Die Ressourcengrenzen unseres Planeten zu erhalten, ist technisch möglich und finanziell lohnenswert und unsere einzige Chance auf eine gute Zukunft“. Die Menschheit verbrauche ihr natürliches Kapital immer früher. Im Vergleich: 1987 fiel der “Ökoschuldentag” noch auf den 19. Dezember.