Neue Versionen von RESISCAN und TR-ESOR veröffentlicht

0
2654
Die neuen Versionen der BSI-Richtlinien RESISCAN und TR-ESOR erleichtern die organisatorischen Abläufe in den Verwaltungen. (Foto: Kersten Schröder/www.pixelio.de)

Das E-Government-Gesetz des Bundes sieht die “Elektronische Aktenführung” und das “Übertragen und Vernichten des Papieroriginals” vor, wobei die eingesetzten Systeme und Prozesse durch geeignete Maßnahmen nach dem Stand der Technik geschützt werden müssen. Die erforderlichen und empfohlenen Maßnahmen sind in den einschlägigen Richtlinien des BSI, wie zum Beispiel der BSI TR-03125 (TR-ESOR, “Beweiswerterhaltung kryptographisch signierter Dokumente”) und der BSI TR-03138 (TR-RESISCAN, “Ersetzendes Scannen”) enthalten. Diese beiden Richtlinien wurden kürzlich aktualisiert und unter anderem an die rechtlichen Rahmenbedingungen der europaweit gültigen eIDAS-Verordnung und der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) angepasst.

Sowohl für das ersetzende Scannen gemäß Version 1.2 der BSI TR-03138 (RESISCAN) als auch für die Beweiswerterhaltung signierter Dokumente gemäß Version 1.2.1 der BSI TR-03125 (TR-ESOR) ergeben sich dadurch organisatorische Erleichterungen. Beispielsweise können im Scanprozess und im Rahmen der Beweiswerterhaltung für die Integritätssicherung statt personenbezogenen Signaturen nun auch elektronische Siegel eingesetzt werden, die einer juristischen Person zugeordnet sind. Diese neuen Möglichkeiten wurden im Rahmen der TR RESISCAN bereits von ersten Anwendern in der Bundesverwaltung für die vertrauenswürdige Digitalisierung genutzt.

Die aktuellen Versionen der BSI-Richtlinien sind unter https://resiscan.de verfügbar bzw. https://tr-esor.de verfügbar.