Lebenswert wohnen im “DigiQuartier”

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Der Kreis Recklinghausen setzt auf Stadtteilentwicklung für Senioren, Familien und Kinder durch Digitalisierung. Das Projekt “DigiQuartier” soll mit Hilfe digitaler Technologien eine alters-, familien- und behindertengerechte Quartiersentwicklung fördern. Modellquartiere sind die Stadtteile Dorsten-Wulfen, Herten-Innenstadt und Castrop-Rauxel Habinghorst.

In den nächsten drei Jahren wird der bevölkerungsreichste Landkreis gemeinsam mit den ausgewählten Stadtteilen Konzepte entwickeln, um ein digitalisiertes, vernetztes System aus technischen und sozialen Innovationen sowie neuen Dienstleistungsangeboten zu implementieren. Vor Ort sollen die unterschiedlichen Bedarfe, Infrastrukturen und sozialen Strukturen berücksichtigt werden. “Die Digitalisierung unterstützt unsere Region bei der Bewältigung des Strukturwandels. Wir wollen sie nutzen, um die Lebensbedingungen im Kreis Recklinghausen zu verbessern”, erklärt Landrat Cay Süberkrüb (SPD).

Ein Schwerpunkt des Projekts ist der verstärkte Einsatz von digitalen Technologien im Bereich der Pflege. Das Zusammenwirken von ambulanten und stationären Pflegediensten sowie der häuslichen Familienpflege soll dabei verbessert werden. Darüber hinaus will man quartiersbezogene Beratungssysteme vernetzen und Informations- und Bildungsmaßnahmen entwickeln. Über Bürgerbeteiligungsverfahren sollen sich die Einwohner direkt in die Quartiersentwicklung einbringen können.

“DigiQuartier” ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Kreis Recklinghausen, dem Rhein Ruhr Institut für Sozialforschung und Politikberatung e.V. an der Universität Duisburg-Essen sowie dem Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule. Gefördert wird es im Rahmen des Programms “Umbau 21 – Smart Region” des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie.

“Smart Cities und smarte Kommunen” werden auch auf dem Bundeskongress Öffentliche Infrastrukturen 2018 des Behörden Spiegel am 4. Dezember 2018 in Berlin thematisiert.

Weitere Informationen gibt es unter: www.oeffentliche-infrastruktur.de