LKA Schleswig-Holstein baut digitale Fähigkeiten aus

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Im LKA Schleswig-Holstein werten künftig Polizisten und IT-Spezialisten gemeinsam digitale Spuren aus. (Foto: blackboard, www.fotolia.com)

Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein baut ein “Kompetenzzentrum Digitale Spuren” auf. Dort sollen spezialisierte Polizisten mit Informatikern und Ingenieuren zusammenarbeiten. Außerdem werden Ansprechpartner in den Flächenbehörden eingesetzt, die den Austausch zwischen den LKA-Experten und Beamten und Ausbildern vor Ort steuern sollen. In Zukunft will das Land so digitale Spuren bei der Ermittlung besser nutzen können.

“Digitale Spuren hinterlässt ein Täter immer, ob er will oder nicht”, sagt dazu Alexander Hahn, Leiter des Dezernats Cybercrime und digitale Spuren im LKA. Diese seien jedoch nicht immer leicht zu erkennen. “In Zukunft können wir noch mehr Zeit, Energie und Technik investieren, um diese Spuren zu sichern und für eine Auswertung aufzubereiten.” Das Kompetenzzentrum soll dazu zwölf neue Stellen erhalten. Je eine neue Stelle wird außerdem in den sieben Flächendirektionen geschaffen. Eine Stelle geht an die Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung in Eutin. Dort und beim neu eingerichteten dualen Studiengang Informationstechnologie mit der Fachhochschule Kiel ist die digitale Spurensicherung Bestandteil der Ausbildung.

Das Kompetenzzentrum Digitale Spuren ist Teil des Digitalisierungsprogrammes, das das Kabinett im Juni dieses Jahres beschlossen hatte. Für Personal- sowie Ausbildungs- und Ausrüstungskosten veranschlagt das Innenministerium über 1,6 Millionen Euro jährlich.