“Daten-für-alle-Gesetz” gefordert

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Daten sind eine wertvolle Ressource für Unternehmen. Um Monopole auf diesen Vermögenswert zu brechen, will Andrea Nahles (SPD) große Digitalkonzerne wie Facebook und Apple zum Teilen zwingen. (Foto: foxaon, www.fotolia.com)

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles fordert ein Daten-für-alle-Gesetz. Damit will sie den Einfluss von Digitalkonzernen reduzieren und kleineren Unternehmen Zugriff auf wertvolle Daten verschaffen. Die Idee: Sobald ein Unternehmen einen bestimmten Marktanteil für eine bestimmte Zeit überschreitet, muss es einen Teil seiner Daten anonymisiert öffentlich machen. Andere Unternehmen sollen dann mit diesen Daten arbeiten können und eigene Produkte und Dienste an den Markt bringen.

Die SPD-Chefin kritisiert, dass eine Handvoll Konzerne einen Großteil der Daten halte. So würde die Soziale Marktwirtschaft zum Schaden von Arbeitnehmern, Unternehmen und Verbrauchern untergraben. “Ein Daten-für-alle-Gesetz würde den Wettbewerbsdruck auf die Internetmultis deutlich erhöhen, die Innovationskraft der IT-Branche entfesseln und die Marktmacht von Datenmonopolisten wie Google und Amazon brechen”, so Nahles.