Weitere Einsatzvariante in Bayern

0
1230

Die bayerische Polizei erprobt momentan eine zusätzliche Variante der automatischen Kennzeichenerkennung. Dieses Mal ist die Software im Dachbalken der Streifenwagen verbaut. Außerdem sind laut Innenminister Joachim Herrmann (CSU)  vier weitere Stativanlagen bestellt. Sie sollen bei der Grenzpolizei zum Einsatz kommen. Zudem ist die Ausrüstung dreier anderer Standorte der Landespolizei mit stationären Anlagen zur automatischen Kennzeichenerkennung geplant.

Prinzipiell hält der Ressortchef dieses Fahndungsinstrument für unverzichtbar. So hätten damit nicht nur zahlreiche gestohlene Kraftfahrzeuge, sondern auch erhebliche Mengen Rauschgift sichergestellt werden können. “Unsere Polizisten konnten auch Schleusungen aufdecken und Diebesbanden dingfest machen und damit weitere Wohnungseinbrüche verhindern.” Auch ein Vergewaltiger und ein Terrorverdächtiger seien gefasst worden. Aus diesem Grunde meint der CSU-Politiker: “Die Effizienz der AKE ist mehr als eindeutig.”

Vergleichsweise wenige Einsätze

 Eingesetzt werden die Anlagen bisher insbesondere auf Routen des internationalen Reiseverkehrs. Aktuell verfügt die bayerische Polizei über 19 stationäre Anlagen, die an zwölf Standorten betrieben werden und 33 Fahrspuren überwachen. Darüber hinaus stehen zwei Anlagen für den mobilen Einsatz zur Verfügung. Pro Monat passieren etwa 8,5 Millionen Fahrzeuge die Geräte. Zu einem Polizeieinsatz komme es laut Herrmann gleichwohl nur in rund 850 Fällen monatlich. Die übrigen Kennzeichen würden sofort und vollautomatisiert ausgesondert, so der Ressortchef.