Tatverdächtigen zur Öffentlichkeitsfahndung ausgeschrieben

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In Düsseldorf (Foto) läuft derzeit eine Öffentlichkeitsfahndung gegen einen Mordverdächtigen. (Foto: Dietmar Meinert, www.pixelio.de)

Der 44-jährige Iraner, der in Düsseldorf eine Frau erstochen haben soll und sich weiterhin auf der Flucht befindet, ist zur Öffentlichkeitsfahndung ausgeschrieben worden. Und das nur einen Tag nach dem mutmaßlichen Tötungsdelikt in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.

Möglich macht dieses Vorgehen die Strafprozessordnung. Darin ist festgeschrieben, dass sowohl ein Richter als auch ein Staatsanwalt bei einer Straftat von erheblicher Bedeutung Öffentlichkeitsfahndungen veranlassen und damit jemanden zur Festnahme ausschreiben können. Dies ist statthaft, wenn andere Formen der Aufenthaltsermittlung erheblich weniger Erfolg versprechend oder wesentlich erschwert wären. Weiter heißt es in der Strafprozessordnung (§131 Absatz 4): “Der Beschuldigte ist möglichst genau zu bezeichnen und soweit erforderlich zu beschreiben; eine Abbildung darf beigefügt werden. Die Tat, derer er verdächtig ist, Ort und Zeit ihrer Begehung sowie Umstände, die für die Ergreifung von Bedeutung sein können, können angegeben werden.” Laut Düsseldorfer Polizei sind all diese Voraussetzungen trotz des kurzen Zeitfensters bereits erfüllt. Man agiere auf Grundlage eines richterlichen Beschlusses und habe die Ermittlungen von Anfang an mit einem sehr hohen Personalansatz geführt, hieß es.