BSKI nimmt Arbeit auf

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Der neu gegründete Bundesverband für den Schutz Kritischer Infrastrukturen (BSKI) setzt sich für ganzheitliche Schutzkonzepte ein. Das machte sein Vorstandsvorsitzender, Holger Berens, deutlich. Zudem verstehe sich der Verein als Plattform für Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS), die aufgrund ihrer Größe nicht in den Anwendungsbereich des IT-Sicherheitsgesetzes fielen. Dabei handele es sich insbesondere um mittelständische und kleine Unternehmen, etwa Stadtwerke.

Zugleich kritisierte Berens in Berlin: “KRITIS begleitet uns zwar gesamtgesellschaftlich seit Ende 2009 in der Forschungs- und politischen Diskussionsarbeit, jedoch wird auf Fachtagungen und auf politischer Ebene derzeit fast ausschließlich das Themenfeld IT-Sicherheit beleuchtet, anstatt alle Einfallstore und KRITIS-Risikofaktoren zu berücksichtigen.” Dieser Fokus auf IT- und Cyber-Themen sei nicht zielführend. “Wir müssen zu einer ganzheitlichen Betrachtung von Kritischen Infrastrukturen kommen, so der BSKI-Vorstandsvorsitzende weiter. Und Behrens forderte: “Wir brauchen eine neuartige KRITIS-Definition, die jeder versteht.”

Bewusstsein muss geschärft werden

Wichtig sei darüber hinaus, dass Wasser als wichtiges und kritisches Lebensgut und die Versorgung damit wieder stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt werde. Generell müssten Bürger und Unternehmen stärker über mögliche Probleme und Gefahren im Zusammenhang mit Kritischen Infrastrukturen informiert und aufgeklärt werden, waren sich Berens und sein Stellvertreter, Dr. Hans-Walter Borries, einig. Hierzu wolle der BSKI, der sich nicht in Konkurrenz zu staatlichen Einrichtungen sieht, als Informations- und Austauschplattform einen Beitrag leisten. Denn: “Sicherheit ist ein Prozess, der ständig begleitet werden muss.”

Außerdem wichtig: “Es gilt jetzt, die Präventionsmaßnahmen und Schutzkonzepte für Krisenstäbe von Konzernen und Unternehmen als auch der öffentlichen Hand für eine geordnete Trinkwasserabgabe mit Notbrunnen zu entwickeln und zu beüben.” Borries plädierte in diesem Zusammenhang dafür, durchaus zu überlegen, ob die Wasserversorgung in Deutschland nicht Szenario in der länderübergreifenden Krisenmanagementübung (Lükex) 2022 werden sollte.