Rumänische Polizisten in Berlin

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In Berlin sind zurzeit zwei rumänische Polizeibeamte im Einsatz. Livia Pescar und Paul Oanta sind noch bis Mitte September in der Bundeshauptstadt. Die beiden 32-Jährigen hospitieren insbesondere auf einem Polizeiabschnitte nahe dem Alexanderplatz. Zudem waren sie bei größeren Einsätzen dabei und besuchten das Landeskriminalamt (LKA).

Pescar berichtet von ihrem bisher größten Erfolg: Wir haben hier in Berlin zwei rumänische Staatsbürger entdeckt, die in unserem Land per Haftbefehl gesucht wurden und nun dort vor Gericht gestellt werden.” Und Oanta, der aus Hunedoara in der Region Siebenbürgen stammt, ergänzt: “Bei unserem Einsatz geht es vor allem darum Präsenz zu zeigen und so Kleinkriminalität möglichst zu verhindern.” Dazu gehören für ihn unter anderem Spendensammelbetrug durch Landsleute sowie Taschendiebstähle. Seiner Kollegin ist noch etwas wichtig: “Wir wollen auch die Sprachbarriere überwinden”, sagt sie in nahezu astreinem Deutsch.

Unterstützung bei Vernehmungen geleistet

Bei ihren Streifengängen sind Pescar und Oanta grundsätzlich uniformiert, aber unbewaffnet. Auch stehen ihnen keine hoheitlichen Befugnisse zu. Selbst dürfen sie also zum Beispiel keine Festnahmen vornehmen. Gleichwohl erzählt Pescar, die ansonsten bei der Kriminalpolizei der Stadt Arad in der Nähe der rumänisch-ungarischen Grenze arbeitet: “Wir haben unsere Berliner Kollegen bereits bei der Vernehmung rumänischer Tatverdächtiger unterstützt, die vorgaben, weder Deutsch noch Englisch zu sprechen.” Insgesamt sind sich Pescar und Oanta, die sich selbst erst am Bukarester Flughafen kennenlernten, einig: “Wir sammeln in Berlin viele Erfahrungen und die Hospitation macht uns Spaß.” Für Pescar ist es übrigens keineswegs der erste dienstliche Aufenthalt im Ausland. “Ich war bereits dreimal in Duisburg sowie in Österreich und Spanien im Einsatz.” Die Hospitationen dort hätten jeweils zwei bis drei Wochen gedauert.

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