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Bayerische Polizei erprobt Super-Recogniser

Auf dem diesjährigen Oktoberfest testet Bayerns Polizei erstmals eigene sogenannte Super-Recogniser. Dabei handelt es sich um Beamte des Münchner Polizeipräsidiums, die sich menschliche Gesichtszüge überdurchschnittlich gut einprägen können. Diese Fähigkeit ermöglicht es, Personen auch unter veränderten Bedingungen und nach längerer Zeit wiederzuerkennen.

Dadurch könnten bislang unbekannte Straftäter identifiziert oder bestimmten Delikten zugeordnet werden, erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Bislang seien beim Münchner Polizeipräsidium 37 Super-Recogniser ausgemacht worden. Sechs von ihnen hätten bereits die Sonderkommission “Schwarzer Block” der Hamburger Polizei unterstützt. Deren Mitglieder versuchen Straftaten im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel, der im vergangenen Jahr in der Hansestadt stattfand, aufzuklären.

Dazu sagte der Ressortchef: “Die Unterstützung in Hamburg war als Test vereinbart worden, um Erkenntnisse zu gewinnen, ob und wie Super-Recogniser in solchen Ermittlungslagen erfolgreich eingebunden werden können.” Auf dem Münchner Oktoberfest sollen diese Beamten nun sowohl unmittelbar im Zugangskontrollbereich als auch am Videoarbeitsplatz eingesetzt werden. “Dabei ist geplant, den Eingang durch Testpersonen betreten zu lassen, von denen die Super-Recogniser zuvor ein Lichtbild gesehen haben.” Ziel des Praxistests sei es, zu überprüfen, wie zuverlässig das Erkennen von Personen bei einer Großveranstaltung funktioniere, so Herrmann.

Videobeobachtung wird ausgebaut

Darüber hinaus wird es auf dem diesjährigen Oktoberfest in der bayerischen Landeshauptstadt mit 47 polizeilichen Videokameras zehn mehr als im Vorjahr geben, erklärten Herrmann und der Münchner Polizeipräsident Hubertus Andrä. Die Kosten für die Aufstockung betragen rund 200.000 Euro. Darüber hinaus werden auf dem Volksfest mehr Einsatzgruppen der Polizei mit Körperkameras unterwegs sein.

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