“Noble Partner 2018” in Georgien

0
1504
Der georgische Verteidigungsminister Levan Izoria (3.v.r. – in Zivil) besucht die Soldaten auf der Schießbahn. (Foto: Bundeswehr, Sebastian Grünberg)

Kurz vor der Südkaukasus-Reise der Bundeskanzlerin, die sie u.a. auch in die georgische Hauptstadt führte, übten Bundeswehr-Soldaten zusammen mit Georgiern und US-Amerikanern in Vaziani, 20 Kilometer von Tiflis entfernt. An der multinationalen Übung “Noble Partner 2018” beteiligte sich von deutscher Seite das Panzergrenadierbataillon 391 aus dem thüringischen Bad Salzungen.

In Vaziani haben die Panzergrenadierzüge auf einem zwei Kilometer breiten Geländeabschnitt geübt. Die Salzunger Soldaten schossen dabei sowohl auf große Entfernungen mit ihren Schützenpanzern “Marder” als auch mit ihren Sturmgewehren aus zum Teil ausgebauten Stellungen. Die Soldaten wurden – abgesehen von den Sicherheitsbestimmungen – quasi ins “kalte Wasser” geworfen, denn die Übung des Kampfes in dem weitläufigen Gelände bedeutete für sie eine Umstellung vom deutschen Schießbahn-Denken. Die Zugführer kannten die georgischen Schießbahnen fast ausschließlich von der Landkarte. Trotzdem mussten sie “liefern”, d.h. auch hier ihren Auftrag erfüllen.

In Begleitung hochrangiger Offiziere verschaffte sich der georgische Verteidigungsminister Levan Izoria einen Überblick von den verschiedenen Übungsabschnitten. Er freue sich über das deutsche Engagement. Die Bundeswehr nahm mit erhöhtem Personal- und Materialeinsatz das zweite Jahr in Folge an der Übung teil. Georgien bemüht sich seit längerem um Aufnahme in NATO und EU – sehr zum Missfallen Russlands.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here