Bremen übernimmt alle Governikus-Anteile

0
2132
Der Bremer Senat hat dem Kauf bereits vergangene Woche zugestimmt. (Foto: Andreas Dantz, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Der Bremer Senat will die restlichen Anteile der Governikus GmbH & Co. KG kaufen und die Stadt damit zur alleinigen Eigentümerin machen. Bisher hatte die Stadt bereits 55,1 Prozent der Anteile der Bremer Beteiligungsgesellschaft gehalten, nun sollen die verbleibenden 44,9 Prozent für eine Gesamtsumme von 6,8 Millionen Euro übernommen werden. Die Anteile werden frei, da die übrigen Teilhaber Telekom Deutschland (15 Prozent), die Sparkasse Bremen (15 Prozent) und die BREKOM (14,9 Prozent) ihre Anteile verkaufen wollen. Der Haushalts- und Finanzausschuss der Bremischen Bürgerschaft hat dem Kauf bereits Ende vergangener Woche zugestimmt.

Die Bremer Finanzsenatorin Karoline Linnert freut sich, die Gesellschaft nun vollständig in die öffentliche Hand zu überführen: „Sichere Lösungen bei IT-Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung gewinnen in Zeiten von E-Government und weltweitem Datenklau und -missbrauch eine immer größere Bedeutung. Der Staat besitzt und verarbeitet hochsensible Daten seiner Bürgerinnen und Bürger. Diese Daten müssen besonders geschützt werden. Die öffentliche Verwaltung trägt besondere Verantwortung für die Vertraulichkeit und Sicherheit der Daten – insbesondere wenn es um personenbezogene Daten geht. Jetzt, da der Haushalts- und Finanzausschuss zugestimmt hat, geht Governikus komplett in die öffentliche Hand über. Ein Beitrag zur digitalen Souveränität.“

Die Beteiligungsgesellschaft Governikus entwickelt Software im Bereich der IT-Sicherheit, die vom Bund und allen Bundesländern genutzt wird. Zu den Kunden zählen unter anderem auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und der IT-Planungsrat. Die Gesellschaft erwirtschaftet ihren Jahresumsatz von ca. zwölf Millionen Euro fast ausschließlich im öffentlichen Sektor. Aktuell beschäftigt Governikus 152 Mitarbeiter, deren Arbeitsplätze mit dem Kauf durch den Bremer Senat vollständig gesichert werden sollen. Zudem ist in Zukunft auch ein weiterer Ausbau der GmbH nicht ausgeschlossen.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here