Mit Sicherheit zum Vorreiter werden

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“Die größte Herausforderung in der IT-Sicherheit ergibt sich nicht aus der schieren Anzahl der Angriffe. Die größte Herausforderung ergibt sich aus der zunehmenden Professionalität, mit der die Angreifer heute vorgehen”, sagte der Chef des Bundeskanzleramts und Bundesminister für besondere Aufgaben, Prof. Dr. Helge Braun.

In seiner Keynote zur Eröffnung der diesjährigen PITS (Public-IT-Security) im gut gefüllten Hauptsaal des Berliner Hotel Adlon sprach er vom Wettlauf zwischen Angriff und Verteidigung, bei dem Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft nicht das Nachsehen haben dürften. Dazu müsse auch erreicht werden, dass Sicherheitslücken in Hardware und Software schneller durch die Hersteller geschlossen werden. “Wir werden politisch schwierige Diskussionen führen müssen – auch über Fragen der Haftung für Schäden durch IT-Sicherheitsvorfälle”, stellte Braun fest.

Für die Digitalisierung wünschte sich der Bundesminister eine Vorreiterrolle von Deutschland und Europa. In der “ersten Runde” habe Europa hinter den USA und Asien zurückgestanden. Beim nächsten Schritt gehe es aber um Bereiche wie die Industrie 4.0 und das autonome Fahren. Hier könne gerade Deutschland auf bisherige Stärken aufbauen. “In diesen Bereichen müssen wir besonders gut sein”, forderte Braun, “und das beinhaltet im besonderen Maß die IT-Sicherheit.” Wichtig sei es, schneller zu werden – nicht nur bei der Förderung und Umsetzung neuer digitaler Technologien, sondern auch bei der Gestaltung des Rechtsrahmens. In diesem Sinne habe die Bundesregierung die Datenethikkommission eingesetzt. Diese soll in zehn Monaten Empfehlungen für ein Datenrecht vorlegen. Dazu der Bundesminister: “Wir müssen die Entwicklung neuer datenbasierter Geschäftsmodelle in Übereinstimmung bringen mit dem Anspruch jedes Bürgers, souverän über seine Daten bestimmen zu können.”

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