Neue Strafnorm gefordert

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Im Kampf gegen Cyber-Kriminelle braucht es legislative Veränderungen. Das Strafrecht muss angepasst werden. Sowohl das Strafgesetzbuch als auch die Strafprozessordnung sollten reformiert werden.

Das verlangte Heiko Löhr, Referatsleiter Cyber Crime beim Bundeskriminalamt (BKA). Er forderte: “Wir brauchen eine Strafnorm für Betreiber krimineller Plattformen und Foren im Netz.” Des Weiteren plädierte Löhr dafür, schwere Cyber-Straftaten in den Katalog der Delikte aufzunehmen, zu deren Aufklärung laut Strafprozessordnung Telekommunikationsüberwachung erlaubt ist. Denn bisher seien Ermittlungserfolge bei Straftaten im digitalen Raum oftmals sehr aufwändig und es existiere ein überdurchschnittlich großes Dunkelfeld.

Dabei betreffe Cyber Crime Behörden, Unternehmen und Privatleute gleichermaßen, unterstrich Peter Vahrenhorst vom Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen. Aus diesem Grunde sei ihre Bekämpfung auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. “Hier müssen wir in Netzwerkstrukturen arbeiten”, verlangte Vahrenhorst. Denn: “Die Digitalisierung in allen Bereichen bietet neue Möglichkeiten für Straftäter.”

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