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BMI-Abteilungsleiter Andreas Könen sprach über Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen bei der Cyber-Sicherheit. (Foto: BS/Dombrowsky)

“In dem Maße, in dem wir uns technisch vernetzen, werden wir uns auch strukturell noch stärker vernetzen müssen.” Das sagte Andreas Könen, Leiter der Abteilung Cyber- und Informationssicherheit im Bundesinnenministerium. Der Bund habe eine Steuerungs- und Bündelungsfunktion. In den IT-Betrieb komme der dem schon länger im IT-Planungsrat nach.

Die Länder sehen den Bund aber auch bei der Cyber-Sicherheit in besonderer Pflicht, wie die Innenministerkonferenz 2016 deutlich mache. Dazu soll das Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weiter zur zentralen Stelle für die Zusammenarbeit ausgebaut werden. “Das BSI muss in der Fläche präsent sein”, betonte Könen. Grundlage für die verstärkte Kooperation ist eine Änderung der Gesetzesgrundlagen, die es der Cyber-Sicherheitsbehörde erlaubt, den Ländern auch Produkte und Dienstleistungen anzubieten.
Ein weiteres Angebot macht der Bund ab 2019 beim Netzbetrieb. Mit der Übernahme des Betriebs der Netze des Bundes (NdB) durch die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) sollen die Länder und Kommunen die sicheren und hochverfügbaren Netzinfrastrukturen mitnutzen können. Mit den Ländern werde in Kürze eine neue Netzstrategie 2030 abgeschlossen.

Auch im Nationalen Cyber-Abwehrzentrum (Cyber-AZ) sollen Bund und Länder zukünftig zusammenarbeiten. “Wir wollen das Lagezentrum so aufstellen, dass es uns befähigt in Krisensituationen schnell und zielgerichtet reagieren zu können sowie gegebenenfalls auch zügig die Abwehr einzuleiten”, erklärte der Abteilungsleiter. Mit dem Ausbau zum “Cyber-Abwehrzentrum Plus” sollen auch Sicherheitsbehörden der Länder eingebunden werden.

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