Fokus nicht nur auf IT setzen

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Bei der Resilienz Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) geht es nicht nur um IT, sondern um die gesamte Lieferkette. Diese komplett zu betrachten und zu sichern, sei eine wichtige Aufgabe, erklärte Burkard Dregger, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus.

Zuspruch für diese Feststellung erhielt Dregger von Dr. Michael Littger. Der Geschäftsführer von “Deutschland sicher im Netz” erklärte auf der PITS in Berlin: “Es geht um die Resilienz der gesamten Gesellschaft.” Nur wenn diese gestärkt werde, könne auch die Ausfallwahrscheinlichkeit Kritischer Infrastrukturen verringert werden.

Auf eine Achillesferse wies der ehemalige Berliner Landesbranddirektor, Wilfried Gräfling, hin. Er kritisierte, dass die Möglichkeit von Attacken auf Netze bei der Diskussion um IT-Sicherheit oft vernachlässigt werde. Dies sei aber keines förderlich. Denn: “Die Netze sind deutlich angreifbarer als die Rechenzentren.” Wenn es flächendeckend gezielte Angriffe auf diese Infrastruktur gebe, werde deren Wiederherstellung mehrere Tage in Anspruch nehmen. Währenddessen entstünden massive Schäden und Störungen der Lieferketten, warnte Gräfling.

Um dies zu verhindern, brauche es eine optimale Vernetzung der zuständigen Behörden in den verschiedenen Staaten. Schließlich seien KRITIS-Betreiber heutzutage oftmals in mehreren Ländern aktiv, berichtete Isabel Münch. Die Fachbereichsleiterin für präventive Cyber-Sicherheit und Kritische Infrastrukturen im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeigte sich gleichwohl überzeugt: “KRITIS in Europa sind gut aufgestellt und abgesichert.” Ihre Betreiber könnten Cyber-Attacken abwehren und abfedern.

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