Vetter: “Cyber-Angriffe erfordern neues Denken”

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Dieses Fazit zieht Generalmajor Michael Vetter, Chef des Stabes des Kommandos Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr zum Bestehen desselben. Der Cyber- und Informationsraum (CIR) wurde am 5. April 2017 als eigenständiger militärischer Organisationsbereich aufgestellt.

Cyber-Angriffe der letzten Jahre zeigten, dass zunehmend Attacken auf Informationssysteme stattfänden, erläutert Vetter auf der PITS in Berlin. Die Frage sei nicht mehr, ob Angriffe erfolgen, sondern nur noch wann und wie schwerwiegend diese ausfallen. Immer kürzere Innovationszyklen und die Zunahme von Angriffen durch hybride Organisationsformen machten es einfacher, unklare Zuständigkeiten bei den Betroffenen auszunutzen. Das erfordere ein “neues Denken”, so Vetter – nämlich das des Cyber- und Informationsraums als Operationsraum.

Neben neuen Waffensystemen, die den neuen Standards angepasst werden müssten, spiele ebenfalls die “Awareness” der Mitarbeiter eine wichtiger werdende Rolle. “In diesem Bereich investieren wir momentan sehr viel”, betont der Generalmajor, der seinen Organisationsbereich als “Treiber der Digitalisierung in der Bundeswehr” sieht. “Aus unserer Sicht ist das BSI-Cyber-Abwehrzentrum noch nicht operabel genug”, schließt Vetter. Dies könne sich allerdings auch nicht ohne gesetzliche Anpassungen ändern.

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