Vorbeugende Elektroförderung

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“Wir wollen all jenen Betrieben unter die Arme greifen, die mit ihrer Flotte auf saubere Fahrzeuge umsteigen wollen”, betonte Christian Rickerts, Staatssekretär der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft. Auch wie das Berliner Förderprogramm funktioniert und praktische Erfahrungen zur E-Mobilität wurden angesprochen.

Unabhängig, ob es sich um Freiberufler, ein gemeinnütziges, kommunales oder mittleres Unternehmen handle – all diese könnten Förderanträge stellen. “Sie alle wissen, dass wir immensen Lieferverkehr in der Stadt haben”, so Rickerts auf der eigenen Veranstaltung “Kick-off-Event: Wirtschaftsnahe Elektromobilitätsförderung”.

Alter Hut, aber…

Dass jedes Jahr die Ressourcen der Erde immer früher aufgebraucht werden (“Over-Shoot-Day”) wurde in diesem Kontext nochmals von Gernot Lobenberg, Leiter der Berliner Agentur für Elektromobilität, als Partner des Förderprogrammes, verdeutlicht. Er argumentierte gegen so mache Vorurteile: “Die Akkus können mittlerweile recycelt werden, die Ladesäulen in Berlin verwenden Ökostrom, die neuen E-Autos legen bis zu 250 Kilometer Weg zurück und trotz der Herstellung, verbrauchen diese bezüglich ihres Lebenszyklus weniger CO2.” Vor allem die Gewerbetreibenden seien eine Zielgruppe, die “als erste umsteigen sollten”. Denn sie besäßen wiederkehrende Streckenprofile und ihre Investitionen würden sich schneller wieder ausgleichen.

Was wird konkret gefördert?

Das Berliner Förderprogramm umfasst drei Module, die bezuschusst werden können: Beratung, Kauf der Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur.  “Entscheidend ist jedoch, dass sie selbst vor der Beratung einen Förderantrag stellen und die Bewilligung abwarten”, betonte Andreas Bißendorf, Geschäftsführer der programmumsetzenden IBB Business Team GmbH. Telefonisch könne vor Antragstellung abgeklärt werden, ob eine Förderfähigkeit vorhanden sei. Nach dem bewilligten Antrag erfolge dann die Beratung, deren Ziel es sei festzuhalten, welche Fahrzeugklassen und Ladeinfrastrukturen infrage kämen.

Beim Kauf werden max. 4.000 Euro pro Pkw, max. 8.000 Euro pro Nutzfahrzeuge ab 2,25 Tonnen und maximal 500 Euro je motorisiertem Zweirad bezuschusst. Wobei das Berliner Programm mit dem Bundesprogramm kombiniert werden könne. Die Ladeinfrastrukturen können mit bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten je Ladepunkt gefördert werden. Wobei die maximale Fördersumme von der Art der Ladestruktur abhängt.

Sabrina Witt, Berliner Wasserbetriebe, zeigte bei der Veranstaltung die Erfahrungen des Unternehmens mit der E-Mobilität auf: Das Unternehmen ist 2015 mit 20 E-Autos gestartet. “Wir besitzen mittlerweile 88 Fahrzeuge, die seit 2018 pro Jahr 138 Tonnen CO2 sowie 27,1 Kilogramm Stickstoffoxid einsparen werden.” Die Flotte umfasse 62 E-Pkw sowie sechs E-Transporter.

Mehr zu dem Berliner Förderprogramm erfahren Sie hier.

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