Fast 450 Ertrunkene

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In den ersten achten Monaten dieses Jahres sind in Deutschlands Gewässer mindestens 445 Personen ertrunken. Das sind 148 mehr als im Vorjahreszeitraum und ein neuer Höchststand seit zehn Jahren.

Der Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Achim Haag, warnte: “Angesichts der Zunahme in den ersten Monaten des Jahres rechnen wir bis Ende 2018 mit deutlich mehr Opfern als im vergangenen Jahr.” Die Ursachen vieler Ertrinkungsfälle seien Leichtsinn, das Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit, eine zu hohe Risikobereitschaft sowie das Baden an unbewachten Stellen.

In Binnengewässern kamen 370 Menschen ums Leben, davon 210 in Seen und Teichen, 141 in Flüssen und 19 in Kanälen. An der Nord- und Ostseeküste ertranken bisher 23 Personen. Das sind zwei weniger als im Vorjahreszeitraum. In Schwimmbädern starben 29 Menschen, 19 mehr als zwischen Januar und August 2017. In Hafenbecken, Gräben und an sonstigen Orten kamen 13 Menschen ums Leben. In privaten Swimmingpools gab es zwei Todesfälle.

Flüchtlinge stellen weiterhin eine besondere Risikogruppe dar, weil viele von ihnen nicht schwimmen können. Bisher ertranken 29 Asylsuchende, acht mehr als im selben Zeitraum des letzten Jahres.

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