Die digitale Zukunft fest im Blick

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Preisträger der Koblenzer IT-Tagung (Foto: BS/Portugall)

Einen Besucherrekord mit mehr als 490 Teilnehmern konnte Ende August die zwölfte Koblenzer IT-Tagung verzeichnen. Die beiden Veranstalter, das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) und AFCEA Bonn e.V., beleuchteten aus verschiedenen Perspektiven das Tagungsthema “Digitale Zukunft – Architekturen. Plattformen. Anwendungen.”

Nach der Begrüßung durch Oberst i.G. Armin Fleischmann, Vorsitzender AFCEA Bonn, und Brigadegeneral Michael Hauschild, Abteilungsleiter I in Vertretung der Leitung BAAINBw, sowie dem Grußwort des Schirmherrn, des Koblenzer Oberbürgermeisters David Langner, stand der Tag in der Rhein-Mosel-Stadt ganz im Zeichen der Digitalisierung von Bundeswehr und öffentlicher Verwaltung.

Die Streitkräfte kämen um diese Entwicklung nicht herum, sagte Benedikt Zimmer, beamteter Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg). Nur hätten sie noch nicht alle ihrer Auswirkungen auf dem Schirm: Dazu gehörten nach Ansicht des Rüstungsstaatssekretärs neue Anforderungen, Anpassungen an der Personalstärke oder auch Ausbildung und Neugestaltung von Prozessen. Künftig müsse man sich davon verabschieden, Lösungen möglichst lange nutzen zu können, weil die technische Entwicklung so schnell voranschreite.

Am Beispiel des geplanten Portalverbunds von Bund, Ländern und Kommunen stellte Klaus Vitt – beamteter Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren (BMI) und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik – vor, wie eine Digitalisierungsplattform für die gesamte Verwaltung aussehen könnte.
Einen ganz anderen Blick auf die Digitalisierung warf Dr. Albert Lichtenthal von Proventika, dem Institut für angewandte Hirnforschung und Neurowissenschaften in Berlin, mit seinem Vortrag: “Wieviel Digitalisierung verträgt das menschliche Gehirn?” Der Forscher forderte dabei eine “intelligente Digitalisierung”, welche die technische Entwicklung positiv mit dem “System Mensch” zusammenführe. Immerhin: Die Künstliche Intelligenz (KI) hinke “weit hinter der menschlichen Intelligenz hinterher”, so die letztlich beruhigende Botschaft von Dr. Lichtenthal.

Bei der IT-Tagung ehrte Geschäftsführer Christian Hartrott als 1.000 AFCEA-Mitglied Sandra Wisser. Sie ist Mitglied im Rahmen der korporativen Mitgliedschaft der ECOS Technology GmbH. Neben einer persönlichen Mitgliedschaft als Einzelperson kann eine Teilnahme auch als Vertreter eines korporativen Mitglieds erfolgen.
Nach dem Ende des Fachteils der Tagung, die unter der Leitung von Brigadegeneral Michael Hauschild und Generalmajor a.D. Erich Staudacher, Geschäftsführer von AFCEA Europe, gestanden hat, überreichte Dr.-Ing. Michael Wunder den AFCEA-Studienpreis 2018. Der erste Preis ging an Kevin Wilkinghoff für dessen Masterarbeit “Neural Networks in Speaker Identification”, eingereicht an der Universität Bonn und betreut von den Professoren Dr. Frank Kurth und Dr. Andreas Weber.

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